Vitamin D-Mangel erhöht Risiko für Stressfrakturen

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Vitamin D-Mangel kann bei sportlichen, körperlich aktiven Personen das Risiko für Stressfrakturen erhöhen, ein langsam aufbauendes Trainingsprogramm wirkt dagegen.

Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und sogenannten Stressfrakturen: Vitamin D-Mangel spielt im Zusammenhang mit der Knochendichte eine entscheidende Rolle. Um das Auftreten von Ermüdungsbrüchen zu verhindern, sollten besonders körperlich aktive Menschen, die sich gerne intensiven Trainingsprogrammen unterziehen, auf die Aufrechterhaltung ihres Vitamin-D-Spiegels achten und Vitamin D-Mangel vermeiden.

 

Vitamin D-Mangel und Stressfrakturen

Hinweise auf den potenziellen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und sogenannten Stressfrakturen ergab eine soeben im Journal of Foot and Ankle Surgery veröffentlichte Kohortenstudie, bei der ein gewichtiger Teil der untersuchten Patienten mit Stressfrakturen Serum-Vitamin-D-Spiegel unter 40 ng/ml aufwies.

Vitamin D und dessen Rolle im Körper hat sich in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Interessensgebiet entwickelt, nicht zuletzt aufgrund der vielen physiologischen Einflüsse des Vitamins auf diverse Organe. Vitamin-D gilt als essenzieller Nährstoff, der ähnlich einem Hormon agiert und durch die Nahrung sowie durch die Haut aufgenommen wird. Vitamin-D ist essenziell für die Erhaltung der Knochendichte. Mangelzustände erhöhen u.a das Risiko für Osteoporose, Osteomalazie und Knochenfrakturen.

Eine unlängst durchgeführte Studie umfasste 124 Patienten, wobei bei 53 Probanden der 25(OH)D-Wert innerhalb von 3 Monaten nach dem Auftreten von Stressfrakturen ermittelt wurde. Dabei stellte das Team rund um Miller bei 44 von 53 Patienten, entsprechend 83%, einen Serum-Vitamin-D-Spiegel von weniger als 40 ng/ml fest. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen bewegte sich der Mittelwert bei 31 ng/ml.

Den Grenzwert von 40 ng/ml entnehmen die Autoren den Richtgrößen des Vitamin D Councils, die einen Vitamin-D-Spiegel von 40-80 ng/ml für ausreichend erachten. Laut der Endocrine Society hingegen bewegt sich der Grenzwert für einen nicht-ausreichenden Vitamin-D-Spiegel bei 30 ng/ml.

„Basierend auf den aktuellen Erkenntnissen, empfehlen wir zur Vorbeugung von Stressfrakturen eine Serum-Vitamin-D-Konzentration von mindestens 40 ng/ml, speziell für aktive Personen mit mittleren oder höheren funktionalen Ansprüchen“, so Studienautor Dr. Jason R. Miller, Fuß- und Gelenkchirurg am Pennsylvania Orthopaedic Center in Malvern, Pennsylvania, USA.

 

Empfehlung: Vitamin D-Mangel vermeiden und langsam aufbauendes Trainingsprogramm

Vitamin D-Mangel und Vitamin-D-Spiegel sind jedoch nicht der einzige Indikator zur Ermittlung des Risikos für Stressfrakturen. Wir empfehlen Personen die regelmäßig Sport betreiben, ein langsam aufbauendes Trainingsprogramm zu absolvieren um das Risiko für Stressfrakturen gering zu halten. Um den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und der Prävention von Stressfrakturen bei aktiven Menschen näher zu erforschen, bedarf es einer prospektiven Studie, erklärt Dr. Miller abschließend.

Quelle und Originalarbeit:

http://www.acfas.org/search.aspx?searchtext=Vitamin%20D

Jason R. Miller, Karl W. Dunn, Louis J. Ciliberti, Rikhil D. Patel, Brock A. Swanson. Association of Vitamin D With Stress Fractures: A Retrospective Cohort Study. The Journal of Foot and Ankle Surgery, 2015; DOI: 10.1053/j.jfas.2015.08.002

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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