Vitamin D-Mangel bei Typ-1-Diabetes: häufiges Begleitphänomen

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Typ-1-Diabetes ist sehr oft mit Vitamin D-Mangel assoziiert. Selbst Kinder mit einer Vorstufe von Typ-1-Diabetes haben niedrige Vitamin D-Werte im Blut.

sind ein häufiges Begleitphänomen bei Typ-1-Diabetes. Aber auch schon Kinder, die mehrere positive Autoantikörper ohne eine manifeste Diabeteserkrankung zeigen, also eine Vorstufe von Typ-1-Diabetes, haben erniedrigte Vitamin D-Werte im Blut. Auf den Verlauf der Erkrankung – von einem Prädiabetes hin zu Diabetes – scheint sich dies allerdings nicht auszuwirken.

 

Die Rolle von Vitamin D bei Diabetes untersucht

Vitamin D ist als wichtiger Regulator des Calcium-Haushalts und des Knochenstoffwechsels bekannt. Darüber hinaus beeinflusst es auch das Immunsystem. Frühere Studien haben außerdem bereits gezeigt, dass bei Patienten mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes deutlich erniedrigte Vitamin D-Spiegel vorliegen.

Wissenschaftler vom Institut für Diabetesforschung (IDF), Helmholtz Zentrum München, einem Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), sowie der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München (TUM) haben unlängst untersucht, ob ein Vitamin D-Mangel bereits bei Vorstufen von Diabetes, definiert durch das Vorliegen mehrerer Diabetes-spezifischer Autoantikörper, auftritt und inwieweit die Krankheitsprogression dadurch beeinflusst wird.

 

Vitamin D-Mangel bereits bei Vorstufen von Diabetes

Die Auswertung von Daten mehrere Diabtesstudien zeigte, dass Kinder ohne manifesten Diabetes, die jedoch bereits mehrere positive Autoantikörper im Blut hatten, bereits niedrigere Vitamin D-Spiegel hatten als Kinder ohne Diabetes-spezifische Antikörper. Interessanterweise zeigten sich die Differenzen der Vitamin D-Werte insbesondere in den Sommermonaten.

Die Forscher analysierten dazu Messungen an 108 Kindern mit positivem Autoantikörperbefund gegenüber 406 Kindern ohne Autoantikörper. Schließlich waren die Vitamin D-Werte auch bei 244 Kindern erniedrigt, bei denen kürzlich ein Diabetes diagnostiziert wurde.

 

Vitamin D-Mangel hängt nicht mit der Diabetesentstehung zusammen

Das Vorliegen mehrerer Autoantikörper wird als Vorstufe von Diabetes gewertet. Ob und wann die Erkrankung ausbricht, scheint aber nicht mit Vitamin D in Zusammenhang zu stehen. Innerhalb der Gruppe von Kindern mit positiven Autoantikörpern entwickelte sich unterschiedlich schnell bei einigen Kindern ein Typ-1-Diabetes – jedoch unabhängig von deren Vitamin D-Spiegeln.

 

Rechtzeitig Vitamin D auch bei Kindern mit einer Vorstufe von Typ-1-Diabetes supplementieren

Ein Vitamin D-Mangel geht der Erkrankung an Typ-1-Diabetes voraus. Möglicherweise ist das auch bereits eine Folge der Immunreaktion des Körpers. Deswegen sollten Kindern mit einer Vorstufe von Typ-1-Diabetes auf Vitamin D-Mangel untersucht werden. Schließlich sollten Behandler über Empfehlungen nachdenken, Vitamin D frühzeitig zu supplementieren.

Literatur:

Raab, J. et al. (2014): Prevalence of vitamin D deficiency in pre-type 1 diabetes and its association with disease progression, Diabetologia, http://link.springer.com/article/10.1007/s00125-014-3181-4


Quelle: http://www.helmholtz-muenchen.de/

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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