Trockene Haut bei Diabetes

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Trockene Haut bei Diabetes ist nicht nur unangenehm, die aufgekratzte oder rissige Haut ist anfälliger für Infektionen durch Bakterien und Pilze.

Obwohl vernünftige Ernährung und das Management der Blutzuckerwerte die beste Verteidigungsstrategie gegen trockene Haut bei Diabetes ist, ist dies oft nicht genug. Bäder oder Duschen mit lauwarmem Wasser und die Verwendung von milden, unparfümierten Seifen und Shampoos kann zwar das Risiko rauer und schuppiger Haut verringern, dieses aber nicht gänzlich ausschließen.

Abhilfe würde eine Auswanderung in tropische Klimate, wo ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, bieten. Wenn dies nicht möglich ist, könnten eine (oder mehrere) der folgenden Ideen helfen, trockene Haut zu beruhigen und wieder zu beleben.

 

10 Möglichkeiten juckende und trockene Haut bei Diabetes zu beruhigen

  1. Versuchen Sie, möglichst viele gesunde Fette in Ihre Ernährung einzubauen – besonders Omega-3-Fettsäuren. Ausgezeichnete Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Leinsamen und Leinöl, fetter Fisch wie Lachs, Fisch- oder Krillöl, Walnüsse, Tofu, Chia-Samen, frischer Basilikum und Spinat.
  2. Der beste Moment die Haut zu befeuchten ist nach dem Bad oder der Dusche, wenn die Haut noch feucht ist. Häufig empfohlene Lotionen sind Lubriderm, Cetaphil, Gold Bond, und Curel. Lindernde Optionen für extrem trockene Haut sind dickflüssige, fettreiche Cremes wie Aquaphor, Vaseline, Crisco und SBR Lipocream. Feuchtigkeitscremes, die Milchsäure (z.B. Amlactin, Lac-Hydrin) oder Harnstoff (z.B. Urix, Crmol) können genauso helfen. Bärenfett ist wahrscheinlich auch effektiv, aber schwer in den Geschäftsregalen zu finden.
  3. Während der kalten und trockenen Monate verwenden Sie Luftbefeuchtungsgeräte im Haus, vor allem in jenen Zimmern, in denen Sie sich die meiste Zeit aufhalten, wie Schlaf- und Wohnzimmer.
  4. Olivenöl „extra vergine“ hilft trockene Haut zu besänftigen und hält sie feucht. Versuchen Sie – vor der Anwendung Ihrer normalen Feuchtigkeitscreme – eine dünne Schicht Olivenöl auf die Haut aufzubringen. Eine weitere Option wäre, das Olivenöl in die trockenen Bereiche Ihres Körpers etwa 30 Minuten vor dem Duschen einzumassieren. Nach dem Duschen verwenden Sie Ihre normale Feuchtigkeitscreme. Sie können auch Mandelöl statt Olivenöl verwenden, wenn Sie dies bevorzugen.
  5. Milch hat entzündungshemmende Eigenschaften und enthält Milchsäure, welche die Feuchtigkeit in der Haut hält, während die abgestorbenen Hautzellen abgestoßen werden. Tauchen Sie einen Waschlappen in kalte Milch und legen Sie ihn für fünf bis sieben Minuten auf die trockenen Bereiche der Haut. Dann waschen Sie vorsichtig den Bereich mit einem in lauwarmes Wasser getauchtes Tuch.
  6. Fügen Sie ein paar Tropfen Zitronensaft und Rosenwasser zu vier Esslöffel Milch. Bringen Sie diese Lösung auf die Haut auf und warten Sie 10 Minuten. Danach waschen Sie die Stellen mit kaltem Wasser ab. Bei sehr trockener Haut wiederholen Sie dies zweimal täglich.
  7. Wenn Ihre Haut nach einem Bad oder einer Dusche noch feucht ist, ölen Sie die trockene Haut mit Mandel- oder Kokosöl ein. Am wirksamsten ist die tägliche Anwendung. Sie können aber auch – bevor Sie zu Bett gehen oder am Morgen – warmes Kokosöl verwenden um die trockenen Hautstellen sanft einzureiben.
  8. Suchen Sie sich ein gutes Avocado-Smoothie Rezept und genießen Sie eines jeden Tag. Die gesunden Fette in Avocados halten die Haut feucht. Sie können auch eine Avocado zu einer glatten Paste zerdrücken und diese auf Ihre trockene Haut aufbringen. Nach 15 Minuten, spülen Sie diese sofort mit kaltem Wasser.
  9. Diabetikern wird empfohlen, nur ein kurzes Bad zu nehmen. Das Protein in Haferflocken bildet aber eine schützende Barriere auf der Haut her, die Austrocknung verhindert. Schütten Sie einmal in der Woche eine Tasse reine Haferflocken in eine Wanne mit warmem Wasser. Wenn Sie möchten, fügen Sie einige Tropfen eines ätherischen Öls bei und genießen Sie das Bad für 15 bis 20 Minuten.
  10. Vor dem Schlafengehen, trinken Sie ein Glas warme Milch mit einem Teelöffel Mandelöl vermischt. Dies ist eine großartige Möglichkeit, um von innen heraus zu befeuchten.

 

Gute Hautpflege laut der American Diabetes Association

Menschen mit hohem Blutzuckerspiegel neigen zu trockener Haut und haben geringere Abwehrkräfte gegen schädliche Bakterien. Beides erhöht das Infektionsrisiko.

  • Halten Sie die Haut sauber und trocken. Verwenden Sie in Bereichen wie den Achselhöhlen oder der Leistengegend (Haut auf Haut) Talkumpuder.
  • Vermeiden Sie sehr heiße Bäder und Duschen. Wenn Sie trockene Haut bei Diabetes haben, verwenden Sie keine Schaumbäder. Feuchtigkeitsspendende Seifen können helfen. Danach verwenden Sie eine Standard-Hautlotion (Ausnahme: zwischen den Zehen – die zusätzliche Feuchtigkeit kann das Pilzwachstum fördern.)
  • Verhindern Sie das Austrocknen Ihrer Haut. Das Aufkratzen trockener und/oder juckender Haut öffnet die Hautbarriere und begünstigt damit Infektionen. Sorgen Sie für genügend Feuchtigkeit Ihrer Haut – besonders bei kaltem oder windigem Wetter.
  • Behandeln Sie Verletzungen sofort. Kleinere Wunden mit Wasser und Seife auswaschen. Verwenden Sie zur Wundreinigung auch keine jod- oder alkoholhaltigen Antiseptika, weil sie zu aggressiv sind. Verwenden Sie – nach Absprache mit Ihrem Arzt – nur antibiotische Salben. Bedecken Sie kleinere Wunden mit steriler Gaze. Wenn Sie eine größere Verletzung, Verbrennung oder Infektion erleiden, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
  • Sorgen Sie während der kalten, trockenen Monate für ausreichende Luftfeuchtigkeit Ihrer Wohnräume. Baden Sie auch – wenn möglich – weniger während dieses Zeit.
  • Verwenden Sie milde Shampoos. Als Frau sollten Sie auch keine Hygienesprays verwenden.
  • Besprechen Sie Ihre Hautprobleme mit einem Dermatologen (Hautarzt ), wenn Sie nicht in der Lage, sie selbst zu lösen.
  • Passen Sie gut auf Ihre Füße auf. Überprüfen Sie sie jeden Tag auf Wunden und Risse. Tragen Sie breite, flache Schuhe, die gut passen. Überprüfen Sie Ihre Schuhe auf Fremdkörper, bevor sie sie anziehen.

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Lena Abensberg

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