Teerezepturen gegen Magenbeschwerden

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Verschiedene Teerezepturen gegen Magen-Darmbeschwerden konnten in verschiedenen Untersuchungen ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen.

Teerezepturen für therapeutische Zwecke sind vor allem gegen Magenbeschwerden – aber auch im Bereich anderer sogenannter Befindlichkeitsstörungen – anzutreffen. Vor allem wenn ein Mensch nicht mehr ganz gesund ist, sich bereits ein wenig krank fühlt, werden Heilpflanzen als Teerezepturen angewendet.

 

Wenn das Wohlbefinden beeinträch­tigt ist

Viele Menschen kennen Beeinträch­tigungen des Wohlbefindens – wie beispielsweise banaler Schnupfen, Magen-Darmbeschwerden aber auch Nervosität, Stress oder Schlafstörungen. Speziell bei solchen Befindlichkeitsstörungen werden gerne Heilpflanzen statt Arzneimittel, die oft durch Nebenwirkungen Probleme mit sich bringen können, verwendet.

Von großer Bedeutung ist die Qualität der Heilpflanzen in den Teerezepturen – es müssen ausreichend viele Wirkstoffe darin enthalten sein, um die erwünschte Wirkung zu erzielen.

Entsprechende Tees und Teerezepturen sind Arzneimittel, die den Nachweis der Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erbracht haben.

Die einzelnen Bestandteile der Teerezepturen werden mit Ausnahme von Anis, Fenchel und Koriander in geschnittenem Zustand vermischt.

Die einzelnen Bestandteile der Teerezepturen werden mit Ausnahme von Anis, Fenchel und Koriander in geschnittenem Zustand vermischt.

Heilpflanzen gegen Magen-Darmbeschwerden

Bei Sodbrennen und saurem ­Aufstoßen werden in der Volksmedizin oft Magentees mit Bitterstoffdrogen verwendet, die universell bei Magenbeschwerden wirken sollen. Die hier für diese Anwendungsgebiete ausgewählten Heilpflanzen weisen eine säurebindende und säurepuffernde Wirkung auf.

Malvenblüte und Malvenblatt (Käsepappel), Kamillenblüten oder Ringelblumenblüten enthalten beträchtliche Mengen an pflanzlichen Schleimen, die die Magenschleimhaut vor dem Säureüberschuss schützen. Kamillenblüten und Süßholzwurzel wirken darüber hinaus auch entzündungshemmend, wodurch entzündliche Prozesse, die durch Säureüberschuss ausgelöst werden können, positiv beeinflusst werden. Süßholzwurzel und Anis bringen den Teerezepturen ­einen süßen Geschmack.

Die Verwendung der einzelnen Heilpflanzen beruhen großteils auf klinischen Prüfungen. Melissenblätter wirken beruhigend, blähungstreibend, und krampflösend; Teerezepturen mit Pfefferminzblättern wirken blä­hungstreibend, krampflösend und galletreibend. Überhaupt verleiht die Pfefferminze dem Tee auch einen frischen Geschmack, was auch in heißen Monaten von Vorteil ist. Der Fenchel wirkt krampflösend, hilft gegen Blähungen, ist antibakteriell und fördert Magen-Darm-Motilität.

Koriander ist krampflösend, hilft ebenfalls gegen Blähungen, regt den Appetit an und zeigt ebenso antibakterielle Effekte.

 

Teerezepturen richtig zubereiten

Die einzelnen Bestandteile der Teemischungen werden mit Ausnahme von Anis, Fenchel und Koriander in geschnittenem Zustand vermischt. Teemischungen sind vor Feuchtigkeit und Licht geschützt in gut schließenden Gefäßen zu lagern. Ein Esslöffel einer Teemischung wird mit 150 ml – entsprechend einer Teetasse –kochendem Wasser übergossen, zugedeckt und ziehen gelassen. Nach etwa 10 Minuten Ziehen kann der Tee (sobald die Temperatur es zulässt) genossen werden.

Rezepte gegen Magen-Darm-Beschwerden auf der Seite der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie: http://www.phytotherapie.at/aktivitaeten/rezepturen/rezepturen_magentees_uebersauerung.htm

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Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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