Sodbrennen – wie Feuer bis zum Hals

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Sodbrennen ist ein häufiges Problem in der Bevölkerung, die Beschwerden führen häufig zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität.

Die Häufigkeit der gastroösophagealen Refluxkrankheit – kurz GERD – hat in den letzten Jahrzehnte in den meisten Industrienationen stark zugenommen. Große epidemiologische Studien zeigen, dass etwa 20% der Erwachsenen regelmäßig unter Refluxsymptomen – wie dem wichtigsten Symptom Sodbrennen und saurem Aufstoßen sowie Regurgitation von Mageninhalt – leiden, was häufig zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität führt.

Eine Änderung des Lebensstils – wie z.B. eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten – kann beim harmlosen Sodbrennen, auch Reflux genannt, rasch Linderung und sogar völlige Heilung bringen. Doch viele unter Sodbrennen leidende Betroffene schaffen so eine notwendige Umstellung im Alltag nicht.

Eine häufige Ursache für Reflux sind eine vermehrte Säureproduktion durch Stress, Medikamente oder Fehlernährung. Das Sodbrennen äußert sich durch vielfältige Symptome, die von brennenden Schmerzen in der Brust und Magengegend über saures Aufstoßen und schlechtem Mundgeschmack bis hin zu Husten und Heiserkeit reichen können, weiters können auch Übelkeit, Blähungen und Völlegefühl auftreten.

Medikamentöse Therapieoptionen gegen Sodbrennen

Als rezeptfreie Medikamente wurden früher vorwiegend Antazida und H2-Rezeptorantagonisten angewendet. Antazida neutralisieren die Magensäure und sorgen so für schnelle Linderung. Mit Ausnahme der Schichtgitter-Antazida ist ihre Wirkdauer allerdings auf wenige Stunden begrenzt.

H2-Rezeptorantagonisten wiederum vermindern die Sekretion der Magensäure, indem sie als Analoga des Histamins an dessen Stelle die H2-Rezeptoren an den Parietalzellen des Magens besetzen.

Als dritte Gruppe von Medikamenten gegen Sodbrennen haben sich die PPIs gegenüber den anderen medikamentösen Behandlungsformen durchgesetzt. Die Wirkungsunterschiede ­zwischen den einzelnen PPI sind nur sehr gering. PPIs setzen an dem Ort der Säureproduktion im Magen an: Sie blockieren die Protonenpumpen in den Belegzellen der Magenwand und hemmen damit die Säureausschüttung in den Magen. PPIs gelten damit als effektivste Wirkstoffen in der Behandlung von säurebedingten Erkrankungen dar. Im Gegenzug zu Antazida, die rasch aber nur für wenige Stunden wirken, haben PPIs den Vorteil einer starken, lang anhaltenden Wirkung.

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Dr. Darko Stamenov

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