Sodbrennen durch Medikamente

0

Sodbrennen durch Medikamente ist nicht so selten: denn Wirkstoffe, die zu Entspannung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels führen, begünstigen die Refluxkrankheit.

Sodbrennen, Brennen im Rachen und saures Aufstoßen sind mögliche Anzeichen der sogenannten Refluxkrankheit. Mitunter verursachen oder verstärken bestimmte Medikamente den unangenehmen Übertritt von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre. Als Auslöser der Beschwerden können vor allem Medikamente in Frage kommen, die zu einer Entspannung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels führen und dadurch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigen. Sodbrennen durch Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung, Asthma und Harninkontinenz sowie Östrogenpräparate zur Hormontherapie und Psychopharmaka mit angstlösender Wirkung gilt hier beispielhaft.

 

Sodbrennen durch Medikamente gegen Schmerz, Rheuma, Osteoporose und Antibiotika

Sodbrennen können auch manche Schmerz- und Rheumamittel sowie Medikamente zur Behandlung von Osteoporose, Eisenmangel und gewisse Antibiotika verursachen. Vor allem können auch nichtsteroidale Antirheumatika – meist kurz als NSAR bezeichnet –  Entzündungen in der Speiseröhre verursachen. Als Gegenmaßnahme sollte nach besser verträglichen Alternativen gesucht werden. Von einer Refluxkrankheit sprechen Ärzte grundsätzlich, wenn der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre störende Symptome und auch Komplikationen verursacht. Bei ersten Anzeichen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

 

Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen durch Medikamente

Mit Hilfe von Medikamenten, die die Säureproduktion im Magen hemmen – sogenannte Protonenpumpenhemmer – ist die Erkrankung in der Regel wirksam zu behandeln. Bestehen die Refluxbeschwerden über mehrere Jahre hinweg, sollte ein Gastroenterologe die Schleimhaut der Speiseröhre mit Hilfe eines Endoskops untersuchen. So kann der Arzt Gewebsveränderungen wie den sogenannten „Barrett-Ösophagus“ erkennen, der als Krebsvorstufe gilt und frühzeitig behandelt werden sollte.

Auch Veränderungen im Lebensstil und alltäglichen Leben können Besserung bewirken. Übergewichtigen Patienten hilft es häufig, etwas Gewicht zu verlieren und wer bestimmte Nahrungsmittel und Getränke nicht verträgt, kann versuchen, hierauf zu verzichten. Patienten mit nächtlichen Beschwerden sollten zudem auf späte Mahlzeiten verzichten und das Kopfende des Bettes hochstellen. Von Schlafmitteln wird abgeraten, denn auch diese können mitunter die Symptome verstärken.

Quelle: DGVS-Leitlinien http://www.dgvs.de

Share.

About Author

Axel Rhindt

Comments are closed.