Sclerostin hemmen bei Osteoporose

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Durch Hemmung des Proteins Sclerostin soll die Skeletterkrankung Osteoporose zukünftig effektiv therapiert werden, in dem der Knochenabbau unterdrückt wird.

Das Protein Sclerostin, das im Knochenstoffwechsel eine Rolle spielt, steht unter anderem bei der Suche nach verbesserten Wirkstoffen gegen Osteoporose setzen Forscher unter im Blickpunkt der Forschung. So soll durch Hemmung der Funktion von Sclerostin der Knochenabbau unterdrückt werden. Erste klinische Studien mit einem Sclerostin-hemmenden Antikörper zeigten eine Zunahme der Knochenmasse bei Osteoporose-Patienten.

 

Antikörper AbD09097 erstmals kristallisiert

Verena Boschert, Postdoc im Team des Strukturbiologen Professor Thomas Müller am Julius-von-Sachs-Institut der Universität Würzburg, befasst sich ebenfalls mit dem Protein. In einem von der Europäischen Union und der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt war es eines der Ziele, gemeinsam mit den Projektpartnern neue Antikörper zu erzeugen, die sich gegen Sclerostin richten. Dabei haben die Wissenschaftler den gegen Sclerostin wirksamen Antikörper AbD09097 in kristalliner Form dargestellt und seine Wirkungsweise genauer analysiert.

 

Kooperation mit zwei Unternehmen

Die Würzburger Forscher kooperieren bei diesen Arbeiten mit der Industrie. Mit der Firma AbD Serotec, die ihre deutsche Niederlassung in Puchheim hat, wurden zuerst rund zehn Antikörper entwickelt, die vielversprechend schienen. In Zellkulturen zeigte sich dann, dass genau einer davon – AbD09097 – gegen Sclerostin wirksam ist.

Gemeinsam mit der Firma Pepscan (Lelystad / Niederlande) und dem Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie in Berlin wurden außerdem ein sogenanntes Epitop-Mapping und NMR-Studien durchgeführt. Diese Analysenmethoden brachten zutage, an welcher Stelle genau sich der Antikörper an Sclerostin heftet.

„Bislang haben wir nur den Antikörper kristallisiert und untersucht“, sagt Boschert. Als nächstes ist nun geplant, den Antikörper gemeinsam mit dem Abschnitt von Sclerostin zu kristallisieren, an den er bindet. Auf diese Weise sollten sich noch detailliertere Informationen über die Art und Weise der Bindung gewinnen lassen.

Quelle und weitere Informationen:

https://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/osteoporose-antikoerper-kristallisiert-1/

The sclerostin-neutralizing antibody AbD09097 recognizes an epitope adjacent to sclerostin’s binding site for the Wnt co-receptor LRP6. V. Boschert, C. Frisch, J. W. Back, K. van Pee, S. E. Weidauer, E.-M. Muth, P. Schmieder, M. Beerbaum, A. Knappik, P. Timmerman, T. D. Mueller. Open Biology 2016 6 160120; DOI: 10.1098/rsob.160120. Published 24 August 2016 http://rsob.royalsocietypublishing.org/content/6/8/160120 Link zum Open-Access-Artikel

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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