Schlafstörungen und Übergewicht

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Schlafstörungen und Übergewicht sollen in engem Zusammenhang stehen. Denn der Schlaf ist auch für die Regelung des Körpergewichts immens wichtig.

Schlaf ist ein Mysterium: Was passiert mit beim Schlafen, warum schlafen wir? Schlaf ist bekanntermaßen für das Gedächtnis des Menschen sehr wichtig, aber auch für die Regelung des Körpergewichts braucht man einen gesunden Schlaf. Durchschnittlich braucht ein Mensch sieben bis acht Stunden Schlaf, im Alter sinkt dieses Bedürfnis dann auf fünf bis sechs Stunden. Schlaf hat immensen Einfluss auf den gesamten Organismus, zu wenig Schlaf macht langfristig krank. Im Gegenzug wirkt ausreichender Schlaf vermutlich präventiv gegen Zivilisationserkrankungen wie Bluthochdruck oder Übergewicht.

Der Mensch verschlaft ein Drittel seines Lebens. Warum dies der Fall ist, warum der Schlaf so wichtig ist, ist allerdings bis heute ein Rätsel, wobei die medizinische Forschung mittlerweile fast 100 Ursachen für Schlafstörungen kennt. Dennoch scheint scheint diese Schlafmenge zwingend notwendig zu sein, denn durch die Belastungen des Alltags besteht Bedarf für einen kraftschöpfenden Ausgleich.

In der Wachphase ist der Mensch mit zahlreichen Stressoren konfrontiert, die allesamt schnelles Reagieren und Bewältigen erfordern. Verschiedene rasch wechselnde Situationen müssen durch angepasstes Verhalten gemeistert werden, der Stoffwechsel muss sich je nach körperlicher Aktivität, Nahrungsaufnahme und Energiereserven neu adjustieren. Zusätzlich wird der Organismus mit unterschiedlichen Erregern konfrontiert, die immunologische Abwehrreaktionen auslösen.

Der Mensch braucht den Schlaf für die Gedächtniskonditionierung, Wissen, Eindrücke sowie neue Erkenntnisse des Tages werden im Schlaf verarbeitet und richtig zugeordnet – ähnlich einem digitalen Speichermedium wird im Schlaf die menschliche Festplatte defragmentiert. So soll beispielsweise die hormonelle Regulation im Schlaf gleichzeitig das Gedächtnis für tags zuvor Gelerntes verbessern, die Blutzuckerregulation stabilisieren und immunologische Funktionen der Antikörperbildung verbessern.

 

Zusammenhang von Schlafstörungen und Übergewicht nicht geklärt

Zum Zusammenhang von Schlafstörungen und Übergewicht: Noch immer ist nicht restlos geklärt, warum der Schlaf auch das Körpergewicht regelt, wobei sich die Hinweise verdichten, dass Schlafstörungen ein wichtiger Risikofaktor für Übergewicht ist. In Europa haben 20 Prozent, in den USA sogar über 30 Prozent der Bevölkerung an Übergewicht. Bei Kindern drohen pandemische Ausmaße. Bei Personen, die an Schlafstörungen leiden, werden meistens nur seitens der behandelnden Ärzte mit Schlafmitteln behandelt – aber auf die Ursache zu wenig eingegangen. Frauen über 40 klagen übrigens vermehrt über Schlafstörungen. Untersucht man dieses Phänomen im Schlaflabor ergibt sich allerdings ein differenziertes Bild. Es zeigt sich, dass Frauen einen gesünderen Schlaf als Männer haben, Männer subjektiv ihren Schlaf aber als besser empfinden.

Quellen: Schlafstörungen und Übergewicht. MEDMIX 04/2007

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Lena Abensberg

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