In der Sauna Bluthochdruck vermeiden

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Saunabesuche bieten mehr als entspannten Zeitvertreib: Männer können durch den regelmäßigen Besuch in der Sauna Bluthochdruck vermeiden.

Eine aktuelle finnische Studie – publiziert in JAMA – konnte jetzt nachweisen, dass Männer durch die Nutzung der Sauna Bluthochdruck vermeiden können. Tatsächlich können Männer das Risiko, eine Hypertonie – Bluthochdruck – zu entwickeln, fast halbieren.

Laienmedizinisch beschrieben tritt Bluthochdruck auf, wenn die Kraft des Blutes, die durch die Adern fließt, zu hoch wird. Bluthochdruck ist also eine Erkrankung des Gefäßsystems, bei der gemessene Blutdruckwerte dauerhaft zu hoch sind – medizinisch spricht man in diesem Fall von Hypertonie oder auch arterieller Hypertonie. Bei 9 von zehn Patienten mit hohen Blutdruckwerten ist keine organische Ursache erkennbar. Man spricht von essentieller Hypertonie oder auch primärer Hypertonie. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Herzerkrankungen und Schlaganfall.

 

Mit Nutzung der Sauna Bluthochdruck entgegenwirken

Bekannte Strategien gegen Hypertonie sind sogenannte Lifestyle-Modifikationen wie gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung einschließlich Krafttraining und dementsprechende Achtsamkeit bezüglich des Körpergewichts.

Die Daten der aktuellen finnischen Untersuchung von Dr. Tanjaniina Laukkanen, Dr. Hassan Khan und Dr. Francesco Zaccardi deuten nun darauf hin, dass Männer durch wöchentliche Saunabesuche das Risiko für Bluthochdruck senken können. Bereits im Jahr 2015 konnte Dr. Zaccardi mit seinem Team zeigen, dass eine regelmäßige Saunanutzung mit einem reduzierten Sterberisiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist. Deswegen wollten die Wissenschaftler feststellen, ob eine Verringerung des Bluthochdrucks dafür verantwortlich sein könnte. Dazu analysierte das Forscherteam die Daten von 1.621 Männern aus der sogenannten Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor (KIHD) Study im Alter von 42 bis 60 Jahren. Die Studienteilnehmer wurden im Zusammenhang mit ihren Saunagewohnheiten und der Häufigkeit der Saunabenutzung in drei Gruppen eingeteilt:

  • 1 Saunabesuch pro Woche,
  • 2 bis 3 Saunabesuche pro Woche und
  • 4 bis 7 Saunabesuche pro Woche.

 

Durch häufige Besuche in der Sauna Bluthochdruck bis zu 46 Prozent niedriger

Während der Nachuntersuchung entwickelten insgesamt 251 Männer Bluthochdruck. Im Vergleich zu Männern, die nur einmal pro Woche die Sauna besuchten, wiesen Männer, die zwei bis drei Saunabesuche pro Woche hatten, ein 24 Prozent geringeres Risiko für einen hohen Blutdruck. Für Männer, die vier bis sieben Mal in der Woche in die Sauna gingen, war das Hypertonie-Risiko sogar um 46 Prozent niedriger.

Die Wissenschaftler vermuten verschiedene Mechanismen, die zu diesen Ergebnissen führen. So führen die Zunahme der Körpertemperatur in der Sauna dazu, dass sich die Blutgefäße erweitern, was den Blutfluss erhöhen kann. Weiters scheint sich durch regelmäßige Saunabesuche die Funktion des Endothels verbessert. – so wird das Gewebe bezeichnet, das die Innenwand der Blutgefäße bildet. Durch chronisch erhöhten Blutdruck wird diese Endothel eben geschädigt, wodurch die Entstehung einer Arterienverkalkung begünstigt wird.
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About Author

Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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