Rhodiola mit hohem gesundheitsfördernden Potenzial

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Rhodiola rosea – oder Rosenwurz, zu den pflanzlichen Immunmodulatoren und Adaptogenen zugehörig – soll zur natürlichen Stärkung des Immunsystems beitragen.

Rhodiola rosea L.  ist vor allem umgangssprachlich unter dem Namen Rosenwurz bekannt. Die aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) stammende, zwischen 5 bis 35 Zentimeter große Rhodiola soll die körperliche Ausdauer jedes Menschen erhöhen, zur Steigerung seiner Arbeitsleistung positiv beitragen, auch gegen Höhenkrankheit wirken sowie Infektionen, Müdigkeitszustände, gastrointestinale Beschwerden und nervöse Störungen bekämpfen.

Rhodiola Rosea ist ein sehr widerstandsfähiges Gewächs, das vor allem in sehr unwirtlichen, kalten Umgebungen vorkommt. In Sibirien, Russland, wird Rhodiola Rosea seit hunderten Jahren dafür verwendet, um das kalten sibirische Wetter und den teilweise dunklen Alltag zu meistern.

 

Rhodiola für geistige und körperliche Gesundheit

So wird Rhodiola sowohl bei geistigen als auch körperlichen Symptomen von Stress eingesetzt, und von der EMA als Adaptogen definiert (ein Adaptogen bezeichnet alternativmedizinisch solche pflanzliche Zubereitungen und Drogen, die den Körper dabei unterstützen, sich an Stresssituationen anpassen, positive Wirkungen bei Stress induzierten Krankheiten ausüben zu können). Die Inhaltsstoffe der Rhodiola rosea sind Rosavin und Salidrosid (ein Phenylethanoid) im Verhältnis 3:1.

Rhodiola Rosea hemmt die Untertypen A und B des Enzyms Monoaminooxidase, die auch als MAO-A und MAO-B bezeichnet werden. Diese so genannten mitochondrialen Enzyme haben die Aufgabe, Serotonin (5-Hydroxytryptamin oder 5-HT) und Dopamin (DA) zu verstoffwechseln. Dadurch, dass Rhodolia die Fähigkeit dieser Enzyme, Neurotransmitter zu verstoffwechseln, hemmt, bleiben Neurotransmitter Serotonin und Dopamin länger und in höher Konzentration im Gehirn aktiv. Die Serotonin-Aktivität im Gehirn verbessert und stabilisiert die Stimmung beim Menschen, die Dopamin-Aktivität im Gehirn macht positiver und selbstbewusster und erhöht allgemein die Motivation.

 

Rhodiola hemmt die Ausschüttung von Kortisol und Adrenalin

Rhodiola, Rosenwurz, hemmt die Ausschüttung der Stresshormone Kortisol und Adrenalin und lindert so eine große Zahl mentaler Anzeichen von Stress, wie Nervosität, Lustlosigkeit, Reizbarkeit oder Angstzustände. Gleichzeitig wird der Energiestoffwechsel der Zellen angeregt, was zu einer besseren Leistungsfähigkeit führt.

Die duale Wirkung von Rhodiola rosea ist durch viele Studien belegt. So zeigten Olsson und Mitarbeiter bei Personen mit Burn-out-Syndrom eine signifikante Verbesserung stressbedingter Ermüdungszustände und eine reduzierte Ausschüttung des Stress­hormons Kortisol.

Darbinyan und Mitarbeiter konnten bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Depression eine signifikante Verbesserung der emotionalen Stabilität, sowie eine Verringerung von Schlaflosigkeit und nicht erklärbarer körperlichen Beschwerden nachweisen. Es gab keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Quellen und interessante weiterführende Informationen zu Rhodiola, Rosenwurz:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?db=pubmed&cmd=link&linkname=pubmed_pubmed&uid=19016404

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11081987

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19016404

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3794542/

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Lena Abensberg

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