Polyzystisches Ovarialsyndrom mit Coenzym Q10 behandeln

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Ein Polyzystisches Ovarialsyndrom mit Coenzym Q10 zu behandeln bringt für die Patientinnen positive Auswirkungen auf Zucker- und Fettstoffwechsel.

Coenzym Q10 ist vor allem als Anti-Aging-Mittel bekannt. Daneben ist das mit mit Vitamin K und Vitamin E strukturell verwandte Chinon-Derivat aber auch ein bedeutender Spieler bei der Energiegewinnung: Coenzym Q10 stärkt Herz, Nerven und Immunsystem. Nun haben iranische Forscher untersucht, welchen Effekt die Einnahme von Coenzym Q10 bei Polyzystisches Ovarialsyndrom-Patientinnen zeigen.

Ein Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) ist mit einer Stoffwechselstörung verbunden, wobei es nicht nur zu einem Anstieg männlicher Geschlechtshormone, sondern oft auch zu einer Störung des Zuckerstoffwechsels kommt. Bei einigen Patientinnen entwickelt sich im Zusammenhang mit PCOS eine Insulinresistenz. Glukose (Zucker) wird nicht mehr richtig von den Zellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel bleibt dauerhaft erhöht. Mit der Zeit werden Gefäße, Nerven und Organe geschädigt. Zudem ist ein Polyzystisches Ovarialsyndrom häufig auch mit einem gestörten Fettstoffwechsel verbunden. Erhöhte Cholesterinwerte bedeuten eine zusätzliche Belastung für Herz und Gefäße.

 

Polyzystisches Ovarialsyndrom und Coenzym Q10

Di eingangs zitierte Studie untersuchte den Effekt von Q10 auf Zucker- und Fettstoffwechsel von 60 PCOS-Patientinnen. Die Hälfte der Frauen bekam einmal täglich 100 mg Q10 und die andere Hälfte einmal täglich ein Placebomedikament. Die Behandlung dauerte 12 Wochen. Die Blutwerte wurden vor Beginn der Behandlung und nach 12 Wochen bestimmt. Frauen, die Q10 eingenommen hatten, hatten einen geringeren Nüchternblutzucker, eine geringere Insulinkonzentration sowie eine verbesserte Insulinsensibilität als zu Beginn der Behandlung. Zusätzlich verbesserte sich der Cholesterinwert.

Die Ergebnisse deutet daher an, dass eine Einnahme von Q10 positive Auswirkungen auf Zucker- und Fettstoffwechsel bei PCOS-Patientinnen haben könnt und damit den generellen Gesundheitszustand zu verbessern. Q10 lässt sich nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch über die Nahrung zu sich nehmen und wird zusätzlich auch vom Körper selbst hergestellt.

Referenzen:

Samimi M, Zarezade Mehrizi M, Foroozanfard F, et al. The effects of coenzyme Q10 supplementation on glucose metabolism and lipid profiles in women with polycystic ovary syndrome: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Clin Endocrinol (Oxf). 2017;86(4):560-566. doi:10.1111/cen.13288.

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Lena Abensberg

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