Phytopharmaka helfen und lindern

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Phytopharmaka helfen bei den verschiedensten Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen, selbst bei schweren Krankheiten lindern sie Beschwerden.

Viele Jahrtausende lang wurden Heilpflanzen als einzige Mittel gegen Krankheiten und Schmerzen eingesetzt. Für die ­Behandlung leichterer Erkrankungen und ­Befindlichkeitsstörungen sind Phytopharmaka auch heute noch eine sehr gute und nebenwirkungsfreie Behandlungsmöglichkeit. Aber auch bei chronischen Beschwerden und bei schweren Krankheiten dienen Phytopharmaka zur Milderung von Begleit­symptomen.

 

Phytopharmaka – pflanzliche Arzneimittel gegen viele Beschwerden

Phytopharmaka sind Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs, wobei hier Vielstoffgemische gemeint sind. Sehr oft werden heutzutage Extrakte verwendet, um eine gleichbleibende Wirksamkeit besser zu gewährleisten. Homöopathika zählt man übrigens nicht zu den Phytopharmaka.

Wirksamkeit und Sicherheitsaspekte werden in zahlreichen klinischen, teilweise randomisierten und Placebokontrollierten Studien wissenschaftlich überprüft. Grundsätzlich sind Phytopharmaka sicherer als chemische Arzneimittel, – sie sind im Vergleich mit den chemisch definierten Wirkstoffen in der Regel besser verträglich.

Phytopharmaka sind vor allem bei Erkrankungen der Atemwege und Erkältungskrankheiten bewährt. Selbst bei bakteriellen Infekten werden der Wirkung von Antibiotika ähnliche Phytopharmaka eingesetzt. Bei leichteren Beschwerden sind durchaus Phytopharmaka die erste Wahl. Hustentees und Lutschtabletten bei trockenem Reizhusten oder zur Lösung zähen Sekretes sind beliebt, milde Inhalationen mit Arzneidrogen, die ätherisches Öl enthalten, bis zur Anwendung von industriell hergestellten, normierten Fertigpräparaten – wie Hustensäfte, Sirupe und Tropfen – bei Husten oder Sinusitis zeigen eine Fülle der pflanzlichen Phytopharmaka. Damit kann man bei leichteren Atemwegserkrankungen alleine auskommen, unterstützend – zur Linderung der Symptome – können aber diese Zubereitungen auch neben der Antibiotika-Therapie und bei schwereren Krankheiten äußerst hilfreich sein.

 

Beispiele für Phytopharmaka

Einige Beispiele für die vielen Phytopharmaka, die hie bei Erkältung und Co zur Anwendung kommen sind Eibisch, Spitzwegerich, Isländische Flechte, Thymian, Quendel, Anis, Fenchel, Schlüssel­blume, Efeu, Sonnentau, Eukalyptus, Pfefferminze, Latschenkiefer und Kamille. Zur Prophylaxe von Erkältungskrankheiten, besonders auch bei Kindern, haben sich Präparate aus Zistrose und Echinacea sowie Taigawurzel in Studien mit großen Patientenzahlen wirksam erwiesen.

Wichtige Bereiche für die Anwendung von Phytopharmaka sind auch Erkrankungen im Bereich des Urogenitaltraktes: zur alleinigen oder unterstützenden »Durchspülungstherapie« bei Entzündungen der ableitenden Harnwege und bei Steinleiden kombiniert man oft wassertreibende mit antibakteriellen Arzneidrogen (z.B. Birke, Gold­rute, Bruchkraut, Wacholder, Schachtelhalm mit Bärentraube oder Preiselbeere).

Aus der volksmedizinischen Erfahrung leitet sich die Empfehlung von Kürbiskernen bei Blasen- und Prostata-Beschwerden ab. Ähnliches gilt für Weidenröschen-Tee; in dieser Teedroge hat man inzwischen mehrere Substanzen identifizieren können, die durch ihre unterschiedliche Struktur und unterschiedliche Wirkmechanismen eine plausible Erklärung für die Wirksamkeit liefern.

Darüber hinaus sind heute Fertigpräparate aus der Sägepalme und aus ­Pygeum bei Prostata-Beschwerden erhältlich. Von den Arzneipflanzen, die bei Herz-Kreislaufbeschwerden angewendet werden, soll – besonders bei »Altersherz« – der Weißdorn hervorgehoben werden.

Ein großer Anwendungsbereich ist letztendlich vor allem Beschwerden und Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich. Hier kommen Phytopharmaka bei Entzündungen im Magen und Darmbereich zum Einsatz, zum Entschlacken und Abführen, zur Linderung von Bauchschmerzen, gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Quellen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3163374/

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=phytotherapy

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MEDMIX Online-Redaktion

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