PDE-5-Hemmer – Phosphodiesterase-5-Hemmer gegen Potenzprobleme

0

PDE-5-Hemmer – Phosphodiesterase-5-Hemmer – sind zwar nicht die universelle Antwort auf alle Potenzprobleme, sie gelten aber als erste Wahl zur Therapie erektiler Dysfunktion.

Seit ihrer Einführung im Jahr 1998 gelten die sogenannten Phosphodiesterase-5-Hemmer – oder auch PDE-5-Hemmer wie Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil) – als Wirkstoffe erster Wahl zur Behandlung erektiler Dysfunktion (ED). Eine Vielzahl bereits veröffentlichter Studien zeigt den Nutzen der Substanzen.

PDE-5-Hemmer sind Wirkstoffe, die das cGMP-abbauende EnzymPhosphodiesterase V hemmen und somit die Konzentration von intrazellulärem zyklischen Guanosinmonophosphat (cGMP) erhöhen. Sie verursachen unter anderem eine Erweiterung von Blutgefäßen – Vasodilatation – und werden in der Behandlung von Potezstörungen – der erektilen Dysfunktion – und in der Therapie der pulmonalen Hypertonie eingesetzt. PDE-5-Hemmer müssen von einem Arzt verschrieben werden.

 

Trotz PDE-5-Hemmer kein befriedigendes Sexualleben

Dennoch kam ein Experten-Team der Universität Manchester zu dem Ergebnis, dass PDE-5-Hemmer nicht das pharmakologische Allheilmittel schlechthin bei erektiler Dysfunktion sind. Zahlreiche Betroffene mit Potenzproblemen haben trotz Einnahme von Phosphodiesterase-5-Hemmer nach wie vor Probleme bzw. kein befriedigendes Sexualleben.

„Möglichkeiten zur Verbesserung der Behandlungserfolge werden eindeutig verabsäumt. Es ist wichtig dass Ärzte das Problem der erektilen Dysfunktion aus einem breiteren Blickwinkel betrachten,“ so Dr. Lee von der Universität Manchester. „Dabei gilt es Patienten ausreichend zu beraten und realistische Erwartungen zu schaffen. Es bedarf der Unterstützung durch den Partner sowie einem verbesserten Assessment psychologischer und beziehungsrelevanter Aspekte, die sexuelle Probleme bzw. Unzufriedenheit fördern.“

Die Wissenschafter stellten fest, dass ältere Männer, die PDE-5-Hemmer gegen Potenzprobleme anwendeten, über höhere sexuelle Aktivität berichteten, als Männer ohne erektiler Dysfunktion und ohne medikamentöse Hilfe. Dennoch berichteten sie trotz Einnahme von Phosphodiesterase-5-Hemmer über Sorgen oder Unzufriedenheit mit ihrem Sexualleben.  „Diese Erkenntnisse ermöglichen ein besseres Verständnis in Bezug auf die Bedürfnisse sexueller Gesundheit bei älteren Männern. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ist es umso wichtiger, die Bedürfnisse älterer Personen zu kennen.“

Quellen: http://www.manchester.ac.uk/discover/news/article/?id=14233
Lee DM, Nazroo J, Pendelton N. Erectile dysfunction and phosphodiesterase type 5 inhibitor use: associations with sexual activities, function and satisfaction in a population sample of older men. Int J Impot Res. 2015
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25809698

Share.

About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

Comments are closed.