Omega-3-Fettsäuren gegen Depression

0

Omega-3-Fettsäuren verringern bei Frauen das Risiko von depressiven Verstimmungen und sind damit eine potenzielle Alternativtherapie gegen Depression.

Laut einer unlängst veröffentlichen Studie sind die vor allem in fettem Fisch, außerdem auch beispielsweise in Leinsamen-, Raps- sowie Sojaöl vorkommenden Omega-3-Fettsäuren in der Lage, Depressionen zu lindern. US-Forscher untersuchten die Einflüsse der Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA), Linolensäure (LA) sowie der alpha-Linolensäure (ALA)).

Andauernde Erschöpftheit, Traurigkeit und Stimmungstiefs zählen zu den typischen Symptomen einer Depression, eine mittlerweile sehr häufig auftretende Erkrankung. Seit Jahrzehnten werden schwere und vor allem nebenwirkungsreiche Medikamente – sogenannte Antidepressiva – eingesetzt, die auf der Ebene der Botenstoffe der Nerven in das Depressionsgeschehen eingreifen.

Im Sinne der Bereitstellung neuer Therapieoptionen, beschäftigen sich wissenschaftliche Studien zunehmend mit dem Einfluss nervenspezifischer Nahrungsergänzungsmitteln auf das Risiko sowie den Verlauf einer Depression.

 

Zusammenhang Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und Auftreten einer Depression

Im Zuge der an 1746 Personen der Altersgruppe 30 bis 65 durchgeführten Studie untersuchten unlängst US-Forscher des National Institute of Aging den Zusammenhang zwischen hohen Omega-3-Spiegeln und dem Auftreten einer Depression.

Während 25.6% der teilnehmenden Frauen zu depressiven Symptomen neigten, lag diese Zahl bei Männern bei 18.1%. Bei 43 bis 59% der Teilnehmer war die Einnahme von LA und ALA ausreichend. Aber nur 5.2 bis 17.2% aller männlichen und weiblichen Teilnehmer nahmen genug EPA und DHA zu sich.

Der höchste Konsum von Omega-3-Fettsäuren führte bei Frauen zu einem um 49% gesenktem Depressionsrisiko. Dabei wird vermutet, dass erniedrigte Omega-3-Spiegeln die Entwicklung einer Depression begünstigen, nicht aber umgekehrt.

Diese Ergebnisse belegen einen schützenden Effekt von Omega-3-Fettsäuren in Hinblick auf die Entwicklung einer Depression. Dabei tragen geringe EPA- und DHA-Spiegeln besonders zum Depressionsrisiko bei.

Wirkmechanismus von Omega-3 bei Depression unklar

Wie Omega-3-Fettsäuren wirken beziehungsweise wodurch die depressionslindernde Wirkung entsteht, ist bis dato ungeklärt. Der Wirkmechanismus der Omega-3-Fettsäuren ist jedoch in jedem Fall ein anderer als jener gängiger Antidepressiva. Zudem gilt es den kausalen Zusammenhang der aus der Studie hervorgehenden Beobachtungen näher zu erforschen, die aber in jedem Fall die Notwendigkeit von Empfehlungen hinsichtlich des täglichen Tagesbedarfs von Omega-3-Fettsäuren unterstreichen. Dies gilt speziell für DHA und EPA, da besonders diese einen großen Effekt auf die Entwicklung einer Depression haben.

Share.

About Author

Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Comments are closed.