Nutraceuticals – Funktionelle Lebens­mittel – Supplemente

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Im Bereich Funktionelle Lebensmittel gibt es verschiedenster Begriffe wie Nutraceuticals, Pharmafood, Phytochemicals oder Designer Food.

Funktionelle Lebensmittel sind Lebensmittel, Lebensmittelbestandteile oder veränderte Lebensmittel, die über die traditionellen Nährstoffe hinaus Inhaltsstoffe enthalten, die gesundheitlichen Nutzen erbringen. Allerdings gibt es in diesem Bereich eine Inflation verschiedenster Begriffe, die jeder etwas anderes hervorheben und wovon manche auch synonym sind. Begriffe wie Functional Food, Nutraceuticals, Pharmafood, Phytochemicals oder Designer Food zählen dazu.

Hippokrates: „Eure Lebensmittel seien Eure Arznei und Eure Arzneien seien Eure Lebensmittel“. 

Der gesamten Gruppe ist gemeinsam, dass sie aus der Natur stammende, meist so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (im Gegensatz zu den Hauptbestandteilen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate), aber auch veränderte Hauptbestandteile – z.B. Fett­säuren – enthalten, die spezielle Eigenschaften besitzen. Diese Eigenschaften, die ihnen einen gesundheitlichen Nutzen verleihen, besitzen sie von Natur aus oder durch Anreicherung. Jedenfalls sind funktionelle Lebensmittel ausschließlich Lebensmittel.

 

Nutraceuticals und Pharmafood

Der Begriff Nutraceuticals – meist synonym mit Pharmafood – stellt auf bestimmte und meist auch isolierte oder angereicherte Bestandteile von Lebensmitteln ab, die ­einen gesundheitlichen Nutzen, einschließlich der Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten haben. In dieser Formulierung liegt Sprengstoff. Krankheitsbezogene und irreführende Angaben sind generell verboten.

Davon unterschieden sind zulassungspflichtige Angaben. Dazu muss in der Regel in einem Dossier die wissenschaftliche Begründung für die Aussage dargelegt werden. Generell wird aber die Tatsache immer evidenter, dass Lebensmittel durchaus Subs­tanzen enthalten, die eine arzneiliche Wirkung entfalten.

„Eure Lebensmittel seien Eure Arznei und Eure Arzneien seien Eure Lebensmittel“, stellte Hippokrates bereits 500 v. Chr. fest. Designer Food wird in manchen Fällen ­unter Verwendung gentechnischer Methoden hergestellt, wodurch sie zu den »neuartigen Lebensmitteln« zählen. Sie haben keine lange Tradition als Lebensmittel in Europa (z.B. Engerlinge oder Proteine aus Mikro­organismen) und werden daher einer eingehenden und strengen Untersuchung vor ihrer Zulassung unterzogen. Deshalb gibt es auch eine sehr verwickelte Debatte über Zulässigkeit so genannter gesundheitsbezogener Aussagen.

In Japan sind funktionelle Lebensmittel inzwischen als eigene Gruppe zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln eingestuft. Die US-Lebensmittelbehörde FDA lässt den Nachweis der protektiven Wirkung z.B. von Hafer und gesundheitsbezogene Angaben bei Gaben bestimmter, genau ­beschrie­bener Mengen in der Mahlzeit zu. Auch in der EU gibt es im Handel beispiels­weise selenangereicherte Hefe, Holunderfarbstoff-Extrakte als Verzehrprodukt, mit Omega-3-Fettsäuren angereicherte Eier und Grünen Tee. Mittlerweile stellt sich sogar verstärkt die Frage, ob es nicht zweckmäßig ist, Obergrenzen für der­artige physiologisch wirksame Substanzen zu setzen, um negative Effekte auf die ­Gesundheit infolge Über­dosierung zu vermeiden.

Weitere Informationen:

http://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/nutrition-and-healthy-eating/expert-answers/functional-foods/faq-20057816

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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