Mit Mikroimmuntherapie Depressionen bekämpfen

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Mit Hilfe der Mikroimmuntherapie sollen bei Depressionen das Gleichgewicht zwischen Immun-, Nerven- und Hormonsystem wieder hergestellt werden.

Eine Depression ist eine Krankheit, deren Behandlung von äußerster Wichtigkeit ist. Diese Nachricht versucht die Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (MeGeMIT) in die Gesellschaft zu tragen und weist dabei auf die besondere Rolle des Immunsystems hin.

Trotz aller Forschungen und Berichte, die belegen, dass es sich bei der Depression um eine Krankheit handelt, wird sie von den meisten Betroffenen noch immer als persönliche Schwäche betrachtet. Der Körper wird trotz Warnsignalen weiter angetrieben, Phasen der Ruhe werden nicht zugelassen und Erschöpfungserscheinungen ignoriert. So bleiben rund 60 % aller Fälle von Depressionen unbehandelt. Laut Aussage der World Health Organization (WHO) leiden weltweit bereits mehr als 300 Millionen Menschen an Depressionen.*

Wie macht sich eine Depressionen bemerkbar?

Gefühlt spielt sich eine Depression zum Großteil im Kopf ab. Betroffene Personen leiden an Lustlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten; Interessen scheinen zu schwinden und Schuldgefühle sowie ein schwaches Selbstwertgefühl nehmen zu. Dies führt häufig zu Schlafstörungen, Freudlosigkeit, fehlendem sexuellen Verlangen und einem allgemeinen Pessimismus. Im schlimmsten Fall können diese Symptome eine komplette Selbstabneigung und suizidale Gedanken fördern.

Für Hausärzte kann die Diagnose einer Depression ein besonderes Problem darstellen. Häufig verstecken sich depressive Episoden hinter körperlichen Symptomen. So können unzählige Untersuchungen vergehen, bis eine solche larvierte Depression festgestellt wird.

Ist die Depression auch eine Immunstörung?

Neuste Erkenntnisse zeigen, dass eine Depression häufig auf eine Störung des Immunsystems zurückgeführt werden kann, da Nerven- und Immunsystem in enger, wechselseitiger Beziehung zueinander stehen. Im Normalzustand reagiert unser Immunsystem mithilfe von entzündungshemmenden und entzündungsfördernden Zytokinen, also körpereigenen Eiweißen, welche sich im Organismus im Gleichgewicht befinden und bei Angriffen von außen bei einer passenden Immunantwort helfen. Wenn der Körper dauerhaftem Stress ausgesetzt ist, kann das eine einwandfreie Funktionsweise des Immunsystems beeinträchtigen und anfällig gegenüber entzündlichen Zytokinen machen. Wenn das Gleichgewicht auf diese Weise gestört ist, können diese überschüssigen entzündungsfördernden Zytokine ins Gehirn gelangen und sich dort vervielfältigen. Dies kann unterschiedliche Folgen haben: Es kann z.B. zu einer Überreizung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse kommen, was eine Überproduktion des Stresshormons Cortisol begünstigt. Ebenfalls möglich ist die Senkung des Serotoninspiegels. Das Hormon Serotonin ist für die Entstehung von Glücksgefühlen im Körper zuständig.

Behandlung mit Mikroimmuntherapie

Eine sanfte Möglichkeit zur Behandlung von Depressionen stellt die Mikroimmuntherapie dar. Mit ihrer Hilfe soll das Gleichgewicht zwischen Immun-, Nerven- und Hormonsystem wieder hergestellt werden. Ziel der Mikroimmuntherapie ist es, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern die  körperlichen Ursachen zu beheben. Dafür werden körpereigene Substanzen, wie die bereits genannten Zytokine oder spezifische Nukleinsäuren verabreicht, um wieder eine Balance im Körper zu schaffen und das Immunsystem zu einer passenden Antwort zu animieren. Aufgrund der Verabreichung der verdünnten Botenstoffe in besonders kleinen Dosierungen, entstehen bei der Mikroimmuntherapie keine toxischen Nebenwirkungen. Die MeGeMIT empfiehlt die Mikroimmuntherapie daher als Komplementärbehandlung zur Schulmedizin.


*Quelle: World Health Organization (WHO), http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs369/en/


Autor: Tom Längerich

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