Mediterrane Ernährungspyramide zur mediterranen Ernährung

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Immer betonen Experten die Benefits einer mediterranen Ernährung und erinnern an die mediterrane Ernährungspyramide der WHO und Harvard (HSPH).

Der positive Einfluss der mediterranen Ernährung auf unseren Organismus ist bestens bekannt. Die Vorzüge der mediterranen Ernährung hervorzuheben und Lebensmittelhersteller in der Entwicklung ihrer Produkte zu inspirieren, wird nicht zuletzt von Experten der WHO immer wieder eingefordert. Die Harvard School of Public Health (HSPH) und das European Office der Weltgesundheitsorganisation stellten die klassische mediterrane Ernährungsweise im Jahr 1993, im Zuge einer Konferenz in Cambridge, vor. Zudem wurde eine Mediterrane Ernährungspyramide zur Verfügung gestellt, um eine entsprechende Ernährungsgestaltung zu ermöglichen bzw. zu erleichtern.

Die mediterrane Ernährungspyramide. © Oldways, WHO

Die mediterrane Ernährungspyramide. © Oldways – the Harvard School of Public Health

Mediterrane Ernährungspyramide zur mediterranen Ernährung

Ernährungspyramiden dienen dazu, Makronährstoffe bestimmten Kategorien zuzuordnen, wobei Lebensmittel an der Spitze der Pyramide nur in geringen Mengen, und Produkte in der Mitte bzw. am Boden der Pyramide in moderaten bzw. großen Mengen, konsumiert werden sollten. Im Fall der mediterranen Diät stehen Süßigkeiten und Fleisch eher an die Spitze der Pyramide, während Geflügel und Milchprodukte in moderaten Mengen und Fisch, Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte, und diverse Öle in großen Mengen genossen werden dürfen.

Die mediterrane Ernährung befindet sich in Bezug auf diverse gesundheitliche Aspekte unter den Besten. Beispielsweise stellt sie, hinsichtlich der Verbesserung kardiovaskulärer Gesundheit, eine der effektivsten und gesündesten Ernährungsweisen dar.

Risiko für Herzerkrankungen halbiert

So belegen Forschungsergebnisse eine Halbierung des Risikos für Herzerkrankungen durch die Einhaltung einer mediterranen Ernährung. Je mehr mediterrane Lebensmittel die Studienteilnehmer zu sich nahmen, desto geringer war die Wahrscheinlichkeit für einschlägige Erkrankungen. Laut einer im Jahr 2014  publizierten Studie verbessert die mediterrane Ernährung zudem den Blutdruck, was in weiterer Folge zu einer Reduktion des Schlaganfallrisikos führt.

Bedingt durch das häufige Auftreten von Erektionsstörungen bei Herzerkrankungen wird Männern häufig empfohlen, sich mediterran zu ernähren. Doch nicht nur in Bezug auf Herzerkrankungen und Impotenz verfügt diese Ernährungsweise über gesundheitliche Vorteile. So sei auch eine Verbesserung kognitiver Leistungen sowie eine Reduktion des Risikos für Nierenerkrankungen, Diabetes und Demenz zu erwarten. Auch in Bezug auf die Lebenserwartung scheidet die Diät gut ab. Denn speziell bei Frauen wirkt sie sich positiv auf die Lebenserwartung aus.

„Die Beweislage hinsichtlich der gesundheitlichen Vorteile der mediterranen Ernährung ist überwältigend,“ betont Aseem Malhotra, Spezialist für Interventionskardiologie. „Hier gilt es hervorzuheben, dass diese Ernährungsweise wesentlich wirksamer zu sein scheint, als so manches Medikament.“

Die individuellen Bestandteile der mediterranen Ernährung überzeugen u.a. durch einen hohen Gehalt an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren. Beispielsweise sind Fische, wie Lachs und Makrele, besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, die wir für diverse Körperfunktionen benötigen und die uns unter anderem vor Herzerkrankung und Schlaganfall sowie vor Krebs und Autoimmunerkrankungen schützen.

“Omega-3-Fettsäuren verfügen über weitreichende gesundheitliche Benefits. Sie wirken sich positiv auf die Herzkreislaufgesundheit, das Gehirn sowie auf das Immunsystem aus,“ erklärt Philip Calder von der University of Southampton.

Vielseitigkeit einer Mediterranen Ernährung

Die mediterrane Ernährung verbannt keine Lebensmittel komplett vom Speiseplan, wodurch es einfacher ist sich an eine entsprechende Diät zu halten. Je nachdem welche Gerichte bevorzugt werden, sind diese reich an Nährstoffen und Vitaminen, Ballaststoffen, Kalium, Kalzium und Vitamin D.

Gesund ist auch die mediterrane Art des gemeinsamen Essens. Essen in Gesellschaft wird immer seltener. Dabei ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen in Gesellschaft zu essen und zu trinken. Dies kann nicht nur soziale Verbindungen intensivieren, sondern auch das psychische Wohlbefinden fördern.

Weitere Infromationen:

European Office der Weltgesundheitsorganisation

Harvard School of Public Health (HSPH)

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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