Krebs und Ernährung – verschiedene Risikofaktoren sind vermeidbar

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Krebs und Ernährung stehen in starkem Zusammenhang. Falsche Ernährung erhöht die Gefahr für Krebs beträchtlich. Wobei man viele dieser Risikofaktoren verringern könnte.

Der Lebensstil wie Rauchen und Stress sowie Umwelteinflüsse spielen bei der Entstehung von Krebs eine große Rolle. Doch vor allem der Zusammenhang Krebs und Ernährung ­hat große Bedeutung. Denn bei der Nahrungsverwertung laufen im Körper zahlreiche Stoffwechselprozesse ab, die positiv oder negativ auf die menschlichen Zellen wirken. Dementsprechend hängt etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen mit fal­scher Ernährung zusammen. Wobei man viele dieser Risikofaktoren verringern könnte.

 

Krebs und Ernährung – Risikofaktor Übergewicht vermeiden

Grundsätzlich sollte man die Zufuhr von gepökelten und salzkonservierten Lebensmitteln vermeiden, da sich durch den Verzehr krebserregend wirkende Nitrosamine bilden können. Sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die sich beim Grillen über offenem Feuer bilden, sind ebenfalls krebserregend.

Auch ein intensiver, andauernder Alkoholkonsum gilt als Krebs erregend – speziell in Kombination mit dem Rauchen. Problematisch sind beim gesunden erwachsenen Mann mehr als 20 g Alkohol pro Tag (das sind ein halber Liter Bier, ein Viertel Liter Wein oder drei Zentiliter hochprozentige Spirituosen), bei der Frau gelten die halben Mengen.

Vorteilhaft ist der Konsum von Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sowie die Reduktion von tierischen Nahrungsmitteln. Damit können die aufgenommenen Mengen von Salz und Fett deutlich verringert werden.

Schließlich ist auch ein zu ­hoher Konsum von verarbeiteten Wurstwaren und Schinken, von rotem Fleisch sowie von Fett mit einem höheren Risiko für verschiedene Tumore verbunden.

Darmkrebs- und Brustkrebsrisiko steigen mit hohem Fettkonsum und vermutlich auch mit dem Faktor Übergewicht. Zu den Risikofaktoren für Brustkrebs zählt wiederum erhöhter Alkoholkonsum.

Das Prostatakrebsrisiko wird mit zu hohem Konsum an Fett und vermehrter Zufuhr an tierischen Produkten assoziiert. Die erwähnten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – die sich eben zum Beispiel beim Grillen bilden – erhöhen das Magenkrebsrisiko. Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs werden vor allem durch den übermäßigen Konsum von Alkohol und Rauchen begünstigt. Allgemein gelten die erwähnten Nitrosamine als krebserregend in allen Organen.

 

Schimmelpilzgifte

Auch einige Schimmelpilzgifte stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, wenn sie längere Zeit in großen Mengen aufgenommen werden. Vorsicht geboten ist bei verschimmelten Nüssen, Mandeln, Cayennepfeffer und anderen Gewürzen, aber auch von Getreide und Kaffee. Schimmelpilzgifte gehen durch Erhitzen oder Trocknen der verschimmelten Lebensmitteln nicht oder nur geringfügig verloren, man darf verschimmelte Lebensmittel also nicht einnehmen. Schutz bietet nur eine sachgemäße Lagerung.

Umfassende Informationen zur Krebs und Ernährung:

http://cancerpreventionresearch.aacrjournals.org/content/7/1/42.long

https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/002096.htm

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20843485

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18444167

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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