Kognitive Leistung stärken und geistigen Abbau entgegenwirken

0

Forscher entdeckten in den letzten Jahren zahlreiche Möglichkeiten, die kognitive Leistung zu unterstützen und geistigem Abbau aus eigener Kraft entgegenzuwirken.

Seit vielen Jahren sucht die Forschung nach einem wirksamen Schutz gegen Demenz. Beispielsweise soll gesunde Ernährung und körperliche Aktivität die kognitive Leistung unterstützen und einem geistigen Abbau entgegenwirken. Wobei das Zusammenwirken verschiedener positiver Maßnahmen den wirkungsvollsten Effekt bringen sollte.

Auch wenn Wissenschaftler viele Details noch nicht klären konnten, so scheint doch sicher, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, dem geistigen Abbau aus eigener Kraft entgegenzuwirken. Eine gesunde und maßvolle Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen die kognitive Leistung sowohl präventiv als auch wirkungsvoll.

Damit kann heutzutage jeder Mensch verschiedene Maßnahmen einleiten, um eine einigermaßen volle kognitive Leistung zu erhalten. Dabei sollte man diese Möglichkeiten nicht erst dann in Betracht ziehen, wenn sich bereits Beeinträchtigungen manifestiert haben.

 

Kalorische Restriktion unterstützt die kognitive Leistung sowie die physische Konstitution

Die kalorische Restriktion – Kalorienbeschränkung – reduziert die Zufuhr von um 10 bis 50 Prozent verglichen mit einer beliebigen Ernährung. Sie will damit eine höhere Lebenserwartung schaffen, oder zumindest das Altern verzögern und die Gesundheit fördern, ohne Unterernährung zu verursachen.

Eine verminderte Kalorienzufuhr kann auch die kognitive Leistung unterstützen. Beispielsweise konnten unlängst Wissenschaftler zeigen, dass ältere Versuchspersonen im Anschluss an eine dreimonatige verringerte Kalorienzufuhr besser Lernen konnten. Allgemein stieg die Lernleistung der Senioren mit Kalorienrestriktion um 20 Prozent gegenüber der Vergleichsgruppe. Dieser Effekt beruht möglicherweise auf einem verbesserten Glukose-Stoffwechsel und einer damit verbundenen, positiven Wirkung auf insulinabhängige Stoffwechselwege im Gehirn.

 

Obst und Gemüse sowie vielversprechende Nahrungsmittel

In einer aktuellen Studie hatten Forscher mit statistischen Methoden mögliche Auswirkungen des Rauchens, des Körpergewichts und von sportlichen Aktivitäten heraus gerechnet. Denn man wollte wissen, wie viele Portionen Obst, Gemüse und Nüsse sowie ungesunde Nahrungsmittel sowie Alkohol täglich konsumiert wurden.

Weiters untersuchten die Wissenschaftler das Verhältnis von Fisch zu Fleischprodukten und Eiern. Dabei zeigte sich, dass Senioren, die viel Obst, Gemüse und Nüsse konsumierten, auch eine bessere kognitive Leistung aufweisen konnten.

Grundsätzlich scheinen auch Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine sowie Nährstoffe, die eine Kalorienrestriktion imitieren, positiv auf den Glukosestoffwechsel wirken. Hierzu rechnet man beispielsweise das in Weintrauben vorkommende Resveratrol sowie die für Selbstreinigungsprozesse der Zelle wichtigen Polyamine. Letztere sind unter anderem in Weizenkeimlingen oder Sojabohnen enthalten.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. http://www.dgn.org

Share.

About Author

Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Comments are closed.