Kinder und Gemüse

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Kinder und Gemüse – ein kritisches Thema für viele Eltern. Verhaltenstheoretische Programme verbessern den Gemüsekonsum bei Kindern mehr als andere Strategien.

Kinder und Gemüse gehören zusammen: junge Menschen brauchen die in Obst und Gemüse enthaltenen Nährstoffe mehr als jede andere Bevölkerungsschicht. Aber ihr Widerstand, Obst und Gemüse zu essen, macht es schwierig und Eltern müssen sich Strategien überlegen, wie man ihren Protest umgeht.

Forscher der USDA (US Drug Administration) überprüften gemeinsam mit dem Baylor College of Medicine und der Bundesuniversität von Santa Catarina Studien der letzten 25 Jahre, um herauszufinden, wie man Kinder dazu bringt, mehr Obst und Gemüse zu essen.

 

Strategie Kinder und Gemüse leicht integrierbar

Es stellte sich heraus, dass Gemüse sich besser in die Ernährung eines Kindes integrieren lässt. Dahingehende Strategien wurden im Journal of Nutrition Education and Behavior veröffentlicht.

„Vermehrter Verzehr von Obst und Gemüse könnte vor Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall und anderen chronischen Erkrankungen schützen. Es könnte auch eine Strategie zur Prävention von Adipositas bei Kindern und Erwachsenen darstellen. Aber schlussendlich war der Einfluss von Obst und Gemüse minimal wirksam“, betont die studienführende Autorin Cassandra Diep, eine Forscherin aus dem US Department of Agriculture und Baylor College of Medicine in einer Pressemitteilung. Die eingehenden Überprüfungen konzentrierten sich darauf, wie man mehr Obst und Gemüse in die Ernährung der Kinder bringen könnte. Man fand heraus, dass die Verhaltenstheorie nur half, den Verzehr von Gemüse zu verbessern.

Diep und ihr Forschungsteam versuchten festzustellen, ob es bestimmte Strategien (z.B. öffentlicher Gemüsegarten oder gemeinsame Kochkurse) gibt, Kinder zum Verzehr von mehr Gemüse zu animieren. Sie analysierten die Ergebnisse der 29 Studien, die zwischen 1989 und 2013 durchgeführt wurden, um herauszufinden, ob die Verhaltenstheorie einen effektiven Weg darstellt, den Gemüse- und Obstkonsum zu erhöhen. Die 33 genannten Strategien zeigten „wenig oder gemischte Unterstützung für eine erweiterte Ernährungsumstellung durch die Nutzung der Verhaltenstheorie, mehrere Theorien oder einem formalen Planungsprozess bei der Ernährungsumstellung.“ sagte Diep.

Eine dieser Studien, die in der Zeitschrift Appetite veröffentlicht wurde, zeigte dass Kinder, die zu ihrem Gemüse Sodawasser tranken, 35 Prozent weniger Gemüse zu sich nahmen, als Kinder, die stilles Wasser dazu tranken. Das Sodawasser dämpft die Süße der Karotten und verändert fast unmerklich die Geschmacksvorlieben des Kindes. Die Intervention der Eltern ist der Schlüssel zur Änderung des Gemüsekonsums der Kinder. Und es funktioniert wesentlich besser als nur die motivierende Aufforderung, mehr zu essen.

Verhaltenstheoretische Programme für Kinder sind nichts Neues. Lehrer und Eltern nutzen permanente und behavioristische Lernstrategien, um die Betrachtungsweise ihrer Kinder in Bezug auf deren Umwelt und den Katalysator ihres Verhaltens zu verändern. So wurden zum Beispiel Kinder angehalten, verschiedene Gemüsearten auszuprobieren, um die verschiedenen Sorten und deren Potenzial kennenzulernen. Oder, wenn ihr Superheld im Fernsehen Brokkoli isst, werden sie durch das, was sie sehen beeinflusst und sie verändern wahrscheinlich ihr Verhalten und essen in Zukunft gerne Brokkoli. Es stellte sich aber heraus, nur diese Theorien funktionierte nur bei Gemüse – bei Obst konnte keinerlei verbesserte Wirkung bemerkt werden.

Die Einstellung eines Kindes, das Selbstwertgefühl und soziale Normen beeinflussen die Reaktion auf eine neue Interventionsstrategie. Dies könnte auch der Grund dafür sein, warum die Ergebnisse nicht schlüssig sind. Jeder Prozess muss individualisiert und auf den Start- und Zielpunkt des Kindes konzentriert sein. Weigern sie sich, etwas Grünes oder Oranges zu essen? Oder sind sie zwar bereit, ab und zu eine neue Gemüseart auszuprobieren, aber es schmeckt nicht, weil ihre große Schwester es auch nicht mag? Alles Es ist relativ in der Annäherungsweise, die speziell für die einzigartigen Bedürfnisse jedes Kindes ausgelegt werden muss.

Quelle: http://www.jneb.org/article/S1499-4046%2814%2900555-7/abstract

Bildtext: Kinder und Gemüse – eine bedeutende ernährungstechnische Kombination. © Ljupco Smokovsk / shutterstock.com

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Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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