Wie Hormone die Haut beeinflussen

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Hormone beeinflussen die Schönheit der Haut, ihre komplexen endokrinen Eigenschaften rücken immer mehr in den Fokus der Forschung.

Sie gilt als schützende Hülle, als Unterstützer des Immunsystems, als Temperaturregulator und Sinnesorgan aber auch als Kommunikationsmittel und Vitamin-D-Produzent. Die menschliche Haut wird auch durch Hormone beeinflusst. Hormone sind mitverantwortlich für die Hautalterung, Akne oder Hirsutismus, das Bartwachstum bei Frauen.

 

Endokrine Eigenschaften der Haut

Die menschliche Haut ist das größte und schwerste Organ des Menschen – mit einer Fläche von 1,5 bis 2 m² und einem Gewicht von 3,5 bis 10 kg. Seit einigen Jahren interessiert sich die Dermatologie immer mehr für die Haut als ein Organ mit komplexen endokrinen Eigenschaften.

Bei Akne, Hautalterung oder Hirsutismus sind Dermatologie und Endokrinologie gemeinsam betroffen. Am Beispiel der Akne lässt sich die Wechselwirkung von Haut und der Hormone gut veranschaulichen. Während man früher Bakterien und Ernährung als Ursachen in den Blick nahm, weiß man heute, dass Androgene, also männliche Sexualhormone, die auch bei der Frau vorkommen, und Stresshormone die Entstehung der Akne beeinflussen. Mitesser, die Zunahme des Talgdrüsenvolumens und die Talgproduktion werden durch das Sexualhormon aber auch durch Gehirnhormone stimuliert.

Für die Behandlung von Akne, schlaffer Haut oder Damenbart haben diese Erkenntnisse eine große Bedeutung. Die gemäßigte Akne und der Hirsutismus lassen sich häufig gut mit Antiandrogenen behandeln. Östrogene wirken positiv auf die Struktur und Funktionen der Haut vor allem bei Frauen in den Wechseljahren. Um die Haut dicker, elastischer und feuchter zu machen, wird das Östrogen lokal auf der Haut angewendet.

Wirkung von Hormonen auf Haut

Die Wirkung von Hormonen auf Haut und Haare ist schon länger bekannt. Hormone werden in besonderen Hautzellen aktiviert oder inaktiviert. Sie binden sich an Rezeptoren in der Haut oder interagieren mit ihnen. In der Haut gibt es Rezeptoren für Peptid- und Neurohormone, Steroid- und Schilddrüsenhormone. Recht neu ist die Erkenntnis, dass Hormone auch in der Haut produziert werden. Verglichen mit den eigentlichen endokrinen Drüsen wie Schilddrüse oder Nebenniere handelt es sich hier allerdings um geringe Mengen.

Nach dem Erlöschen der Eierstockfunktion stellt die Produktion der weiblichen Hormone, der Östrogene, im Unterhautfettgewebe allerdings einen relevanten Anteil dar, wenn auch die Östrogenspiegel nach dem Wechsel insgesamt sehr niedrig sind. Dreißig verschiedene Hormone und Hormongruppen sind in den Zellen der Haut und des Unterhautfettgewebes aktiv. Darunter sind auch schmerzlindernde Beta-Endorphine oder ein Hormon, das die Hautpigmentierung fördert.

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