HIFU: der Hoch-Intensive Fokussierte Ultraschall bei Krebs

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Der Hoch-intensiver fokussierte Ultraschall – HIFU – kann bei Pankreaskarzinom sowie Leberkarzinom Schmerzen lindern und das Tumorvolumen reuzieren.

Der hoch-intensive fokussierte Ultraschall – kurz HIFU genannt – stellt eine innovative und effektive Therapie option dar, die vor allem auch gesundheitsschonend durchgeführt werden kann. In erstere Linie soll HIFU helfen, die Schmerzen zu lindern und dem Krebswachstum entgegenzuwirken.

 

HIFU bei Pankreakarzinom

Das Pankreaskarzinom – Bauchspeicheldrüsenkrebs – gilt als eine der gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Beispielweise beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate der Betroffenen wenigere als zehn Prozent, wobei in den meisten Fällen die Patienten nur noch palliativ behandelt werden können.

Vor allem beim Pankreakarzinom bestehen die primären Ziele in der Therapie darin, die vom Tumor verursachten Schmerzen zu lindern und das Tumorvolumen zu verringern. Hier ist HIFU – der hoch-intensive fokussierte Ultraschall – eine innovative und effektive sowie gesundheitsschonende Möglichkeit, um diese Ziele zu erreichen.

Beispielsweise konnten Forscher im Rahmen standardisierter Untersuchungen mehrfach zeigen, dass die HIFU-Behandlung bei mehr als 80 Prozent der Pankreakarzinom-Patienten eine wirksame und anhaltende Linderung der Tumorschmerzen bringt. Dabei reduzierte der fokussierte Ultraschall sowohl die Schmerzintensität als auch die Schmerzempfindung stark. Viele Patienten profitierten bereits in der ersten Woche nach dem Behandlungsbeginn. Zudem mussten schlussendlich die Hälfte der Patienten nach sechs Wochen keine Schmerzmittel mehr einnehmen.

 

HIFU beim primären Leberkrebs

Im Gegensatz zum sekundären Leberkrebs – den sogenannten Lebermetastasen – entsteht der primäre Leberkrebs in der Leber selbst. Da der primäre Leberkrebs im frühen Stadium nur selten Symptome verursacht, wird er oft erst spät entdeckt. Doch dann ist der Tumor häufig nicht mehr operabel. Auch hier kann der fokussierte Ultraschall effektiv das Tumorvolumen verkleinern, sofern das Karzinom nicht schon zu groß ist.

Wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von primärem Leberkrebs ist die Leberzirrhose, wobei diese schwere Leberschädigung häufig durch jahrelangen Alkoholmissbrauch entsteht. Auch Hepatitis infizierte Personen mit einer dauerhaften Leberentzündung haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an einem Leberkarzinom zu erkranken.

Ein Vorteil der HIFU-Behandlung ist, dass die Behandler sehr gezielt sowie genau vorgehen können. Deswegen können sie auch Tumoren in der Nähe von Gefäßen behandeln. Denn da sie beim therapeutischen Ultraschallverfahren keine Nadeln, Sonden oder Ähnliches einsetzen müssen, verhindern sie dadurch auch das Risiko einer Blutung oder der Tumorzellverschleppung.

Mittlerweile zeigten verschiedene internationale – etwa auch chinesische – Studien den Nutzen des HIFU-Verfahrens beim primären Leberkrebs. Grundsätzlich beteuern manche Experten zwar, dass der Nutzen der neuen Methode noch nicht hinreichend belegt ist. Allgemein gilt allerdings, dass Hoch-intensiver fokussierter Ultraschall eine wichtige Behandlungsalternative darstellt.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) – https://www.degum.de/

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