Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln

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Im Kampf gegen Beschwerden im Hals- und Rachenraum wollen die Betroffenen zu Beginn meist ohne Arzt Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln.

Beschwerden im Hals- bzw. Rachenraum wie Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden in Rahmen einer Infektion der Atemwege werden von den betroffenen Personen meist einer harmlosen Erkältung oder einem grippalen Infekt zugeordnet. Aus diesem Grund suchen sie für sich und ihre Kinder einfache Hausmittel oder rezeptfreie Präparate aus der Apotheke, um möglichst schnell und effektiv Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln zu können. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Einsatz von (lokalen) Antibiotika meist nicht indiziert ist, da in zumindest 8 von 10 Fällen ein Virusinfektion die Beschwerden auslösen und hier Antibiotika bekanntlich wirkungslos sind.

Eine harmlose Ursache für die Symptome Trockenheitsgefühl und rauer Hals können eine trockene Raumluft, eine verstopfte Nase oder beispielsweise auch Schlafen mit offenem Mund sein. Sollten solche eigentlich harmlose Beschwerden allerdings chronisch auftreten, muss das vom Arzt abgeklärt werden, denn es könnten auch Nasenpolypen die Verursacher sein.

Mit der Atemluft gelangen die Erreger in den oberen Respirationstrakt und können sich dort festsetzen. Bekannte Infektionskrankheiten im Hals- und Rachenraum sind Pharyngitis (Rachenschleimhautentzündung), Tonsillitis (Entzündung der Gaumenmandeln), Laryngitis (Entzündung von Stimmbändern, Kehlkopf oder Kehlkopfdeckel) sowie eine Seitenstrangangina, bei der die Seitenstränge, das heißt die von der oberen hinteren Rachenwand abwärts laufenden Lymphbahnen, betroffen sind.

Betroffene sollten die ersten Beschwerden grundsätzlich ernst nehmen, da es recht rasch zur Verstärkung der Symptome kommen kann – wie ein Anschwellen der Mandeln und der Lymphknoten. Um einer Verschlechterung entgegen zu wirken, bieten sich zur Selbstbehandlung bei Halsschmerzen verschiedene frei verkäufliche Präparate zum Gurgeln, Lutschen oder auch Sprühen an. In vielen Fällen können damit Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden wirkungsvoll behandelt werden.

 

Halsschmerzen behandeln mit unterschiedlichen rezeptfreien Darreichungsformen

Um rasch und unkompliziert eine harmlose Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln zu können, bieten sich diverse rezepftfreie Sprays, Gurgel- und Spüllösungen aus der Apotheke an. Für eine sinnvolle Produktentscheidung ist hier von Bedeutung, dass die Beschwerden richtig lokalisiert werden. Denn beispielsweise erreichen Sprays, Gurgel- und Spüllösungen ­den Kehlkopf nicht, sondern nur die Schleimhaut der Mundhöhle. Die eingesetzten Wirkstoffe können nicht im Gaumenmandeln, in der Rachenhinterwand oder im Schlund die Erreger bekämpfen. Lutschtabletten haben den Vorteil, dass sie länger im Mund- und Rachenraum wirken, wobei es wichtig ist, dass sie nicht geschluckt oder zerbissen werden.

Bei Beschwerden im Kehlkopf sind daher Lutschtabletten oder -pastillen und den Speichelfluss anregende Sprays besser geeignet, um wirkungsvoll die Halsschmerzen behandeln und die Schluckbeschwerden lindern zu können. Hier sollten langsam lösliche Lutschpastillen oder Lutschtabletten mit Antiseptika gleichmäßig über den Tag verteilt nach den Mahlzeiten angewendet werden. Wer nach der Anwendung solcher Rachentherapeutika Hunger bekommt und essen will, sollte zumindest eine halbe Stunde lang warten, damit die jeweiligen Wirkstoffe möglichst lange im Mund- und Rachenraum wirken können. Bei der Anwendung einiger Präparate wird ein Feuchtigkeits- und Schutzfilm gebildet, der sich über die Schleimhaut in Mund- und Rachenraum legt.

Grundsätzlich ist in hartnäckigen Fällen – nach mehreren Tagen ohne Beschwerdefreiheit beziehungsweise da eine Selbstmedikation nicht gewirkt hatte – von einer weiteren Selbstbehandlung abzuraten und ein Arzt zu konsultieren.

 

Rezeptfrei Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln

Zum Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln kommen eine Vielzahl chemischer und pflanzlicher Substanzen – unterteilt in Lokalanästhetika und Antiseptika sowie Phyto-Pharmaka – zur Anwendung.

Als orale Arzneiformen mit systemischer Verteilung kommen klassische Analgetika zur Anwendung. In Einzelfällen kann auch eine kombinierte systemische und lokale Anwendung verschiedener Substanzen wie Paracetamol, Ibuprofen und Diclofenac versucht werden. Systemische Einzelgaben lindern Halsschmerzen für mehrere Stunden, die Wirkstoffe können aber die Dauer der Beschwerden meist nicht verkürzen.

Verfügbar sind lokal betäubende (lokalanästhetische), entzündungshemmende (antiinflammatorische), desinfizierende (antiseptische), gegen Bakterien wirkende (antibiotische), reizlindernd und Schleimhaut auskleidende (mucilaginöse) und zusammenziehende, abschwellende (adstringierende) Wirkmechansimen (beispielsweise Aluminiumsalze). Bekannte örtlich wirksame, lokalanästhetische Wirkstoffe zum Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln sind Benzocain, Lidocain sowie Ambroxol, wobei letzterer auch ein bekannter Hustenlöser ist. Entzündungshemmend – in Lutschtabletten eingesetzt – wirkt beispielsweise Flubriprofen. Außer den systemischen oralen Antibiotika gibt es am Markt auch frei verkäufliche Antibiotika-haltige Mittel, die lokal wirksam sind, wie Tyrothricin und Fusafungin.

 

Phytotherapeutisch Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Halsschmerzen behandeln

Pflanzliche und homöopathische Heilmittel ergänzen die symptomatischen Möglichkeiten zur Selbstbehandlung bei Halsschmerzen. Präparate wie Bonbons und Halspastillen befeuchten die Schleimhäute über eine Stimulation der Speichelbildung. Pflanzliche Zusätze aus Salbei (eine der bekanntesten Pflanzen zur Selbstmedikation bei Halsschmerzen), Eukalyptus oder Latschenkiefer desinfizieren leicht, Isländisch Moos bringt Schleimhaut auskleidende Effekte.

Die lindernden Effekte salzhaltiger Lutschtabletten wie Emser Pastillen beruhen auf der Befeuchtung und Abschwellung der Rachenschleimhaut. Ein ähnliches Wirkprinzip besitzen Hyaluronsäure haltige Lutschtabletten, die beim Lutschen einen Hydrogel-Komplex auf der Schleimhaut bilden sollen. Beliebt sind Kräutertees in der Selbstbehandlung bei Halsschmerzen mit Salbei, Fenchel, Anis, Kamille, Süßholz, Ingwer, Eibisch oder Königskerze – einzeln oder im Gemisch.

 

Heiserkeit, Schluckbeschwerden sowie Halsschmerzen behandeln und dabei zusätzlich viel Trinken nicht vergessen

Das Trinken warmer aber auch kalter Getränke gehören zum Halsschmerzen behandeln dazu. Viel Trinken beschleunigt den Abtransport der Erreger. Kalte Flüssigkeiten können auf der gereizten Rachenschleimhaut als angenehm empfunden werden. Warme Flüssigkeiten fördern auch die Durchblutung der Schleimhäute und aktivieren so die lokale Immunabwehr. Ein ähnliches Wirkprinzip haben warme Halswickel, wobei sie länger einwirken müssen. Eine gute Befeuchtung durch Gurgeln mit Salzwasser oder mittels pflanzlicher Aufgüsse –Kamillen- und Salbeitee eignen sich zum Gurgeln – zu erreichen, ist ebenfalls empfehlenswert. Dazu gibt es fertigportionierte Mineralsalze aus der Apotheke.

Fazit. Sollten Betroffene nicht innerhalb weniger Tage durch Selbstmedikation bei Halsschmerzen die Beschwerden in den Griff bekommen, oder wenn diese stärker werden oder vielleicht sogar hohes Fieber dazukommt, so sollte keinesfalls mehr gezögert werden, einen Arzt zu konsultieren. Der kann dann auch über die Notwendigkeit eines möglichen Antibiotika-Einsatzes entscheiden, um eine mögliche Superinfektion in den Griff zu bekommen.

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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