Heilpflanzen bei Verletzungen

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Verschiedene Heilpflanzen wie Arnika und Beinwell können sinnvoll eingesetzt bei stumpfen Verletzungen, Prellungen, Blutergüssen und Zerrungen  Linderung bringen.

Bei jedem Verdacht auf eine Knochenverletzung muss sofort ein Arzt konsultiert werden. Wenn normale Bewegungen eines Gelenkes nicht mehr möglich oder sehr schmerzhaft sind, besteht die Gefahr, dass eine Luxation – eine Verrenkung – vorliegt und der Knochen wieder ins Gelenk zurückgebracht werden muss. Wenn beispielsweise ein Muskel durchgerissen ist, muss er genäht werden. Bei derartigen Verletzungen bietet die Natur Hilfestellung.

 

 Wann bei Verletzungen Heilpflanzen und andere Hausmittel sinnvoll sind

Es gilt bei Verletzungen das bekannte Prinzip: frische Verletzungen sollten kalt, alte warm behandelt werden. Kalte Anwendungen sind zum Beispiel Topfenwickel, warm ist eine Heublumenauflage. Zur Akutbehandlung haben sich Eismassagen sehr bewährt. Ruhe tut dem verletzten Muskel gut – es ist nicht notwendig, ständig zu überprüfen, ob er noch weh tut, er verspannt sich dadurch nur umso mehr. Eine entspannende Bewegung bis hin zur Schmerzgrenze kann aber nicht schaden. Für Sehnenscheidenentzündungen und Verrenkungen gilt prinzipiell das Gleiche.

Bei der üblichen äußerlichen Behandlung in Form von Salben, Gelen, Tinkturen und Linimenten sind pflanzliche Zubereitungen in der Wirksamkeit gleich einzustufen wie chemisch-synthetische Mittel.

Arnikablüten, Arnica montana. Förderung der Wundheilung/Behandlung von Unfallfolgen Wichtig für die Wirkung: ätherisches Öl, Flavonoide Arnika-Zubereitungen sind in der Volksmedizin das Mittel der Wahl bei leichten Verletzungen. Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und Schmerz lindernd, die Heilung von Verletzungen wird beschleunigt. Einsatzgebiete sind Verletzungs- und Unfallfolgen wie Blutergüsse, Prellungen, Quetschungen und Ödeme infolge von Knochenbrüchen.

Falls Sie Arnika-Tinktur anwenden möchten, sollten Sie diese vor Gebrauch unbedingt verdünnen (etwa 3 bis 10-fach), da ansonsten Haut­entzündungen oder Bläschenbildung auftreten können. Allergien gegen Arnika gibt es relativ oft; wenn Sie während der Behandlung entzündliche Reaktionen der Haut bemerken, brechen Sie die Behandlung mit Arnika lieber ab. Auf die innerliche Anwendung sollten Sie generell verzichten, da als Folge immer wieder Herzrhythmusstörungen beobachtet werden.

Arnika steht unter Naturschutz! Das Ausgraben von Pflanzen ist untersagt und auch vollkommen sinnlos, da Arnika-Pflanzen unter geänderten Umweltbedingungen in der Regel absterben. Für die Herstellung von Arzneimitteln werden Zuchtsorten verwendet, die auch großflächig kultiviert werden können.

Beinwell, »Schwarzwurz« Symphytum officinale. Förderung der Wundheilung/entzündungshemmend Verwendeter Pflanzenteil: Wurzel, blühendes Kraut Wichtig für die Wirkung: Schleimstoffe, Allantoin, Cholin, Rosmarinsäure Die Wirkstoffe der Beinwellwurzel fördern die Auflösung von Blutergüssen, regen die Zellneubildung an und beschleunigen so die Wundheilung.

Beinwell war stets eine beliebte Arzneipflanze in der Volksmedizin. In den letzten Jahren sind im Beinwell Stoffe gefunden worden – die so genannten Pyrrolizidin-Alkaloide –, die möglicherweise gesundheitsschädlich sein könnten. In Österreich wurde der Einsatz von Beinwell vollkommen untersagt, außer es kann nachgewiesen werden, dass die genannten unerwünschten Substanzen nicht enthalten sind.

Obwohl vom Beinwell, trotz seiner langjährigen Anwendung, keine unerwünschten Wirkungen bekannt sind, wird aus Gründen der Sicherheit von der innerlichen Anwendung abgeraten, auch die äußerliche Anwendung ist auf 8 Wochen pro Jahr beschränkt. Die Anwendungsgebiete sind Sehnenscheidenentzündung, Schleimbeutelentzündung, Blutergüsse, Schmerzen in den Gelenken, Verspannungen.

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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