Gewürze, die nicht nur schmackhaft sondern auch gesund sind

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Gewürze verleihen den Lebensmitteln einen interessanten Geschmack und machen auch gesunde, langweilige Speisen lecker – unabhängig von anderen Vorteilen.

Zahlreich Nahrungsmittel sind zwar sehr gesund, aber schmecken auch langweilig. Deswegen ist es auch sinnvoll, mit recihlich Gewürzen solche einfache gesunde Mahlzeiten aufzupeppen. Denn das ist gut für den Gaumen und die Gesundheit. Doch Gewürze machen nicht nur die Speisen schmackhafter, sondern bieten auch eine breite Palette an Antioxidantien, um beispielsweise die körpereigenen Zellen in vielerlei Hinsicht zu unterstützen. Viele dieser Inhalsstoffe wurden auch bereits vielfach auf ihre therapeutischen Eigenschaften hin untersucht.

Egal, ob man seine Speisen mit frischen oder getrockneten Gewürzen verwendet: in jedem Fall erhalten sie solche nützliche Verbindungen. Jedoch muss man bedenken, dass wenn man Speisen mit Gewürzen brät oder grillt, verringert sich deren Gehalt an Antioxidantien. Wenn man hingegen die Gewürze in der Mikrowelle erwärmt, oder beim Kochen und Dünsten sowie Schmoren einsetzt, so wird dieser Antioxidantien-Gehalt in den jeweiligen Gewürze tatsächlich sogar erhöht.

Vier bekannte Beispiele von Gewürzen, die unser Körper unterstützen


Cayennepfeffer wärmt und lindert Schmerzen

Cayennepfeffer ist eine Art Chili-Pfeffer aus der amerikanischen, vor allem kreolischen sowie mexikanischen Küche. Cayennepfeffer enthält die Substanz Capsaicin, die Speisen Schärfe bringt, innerlich wärmt aber auch schmerzlindernd wirken soll. Capsaicin reduziert die Anzahl der Schmerzsignale, die an Ihr Gehirn gesendet werden.

Deswegen wirkt Cayennepfeffer auch bei Schmerzen, die durch Arthritis sowie durch diabetische Diabetische Polyneuropathie mit schmerzenden Nervenschäden verursacht werden. Aber auch gegen Geschwüre soll Cayennepfeffer helfen. Übrigens kann Capsaicin topisch direkt auf die Gelenke und Muskeln aufgetragen werden.


Ingwer – asiatische Pflanze seit Jahrtausenden bewährt

Ingwer ist bei Übelkeit, Durchfall und Magenbeschwerden wirksam, und kann die Schwere einer Reisekrankheit verringern. Sogar bei Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen kann das asiatische Gewürz helfen. Das sollte aber mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, da auch theoretisch im Zusammenhang mit Chemotherapeutika Wechselwirkungen zu befürchten sind.


Kurkuma – Fixbestandteil in indischen Currymischungen

Kurkuma – eine modische Superfood, mit dem wirksamen Inhaltsstoff Curcumin – kann gegen Entzündungen helfen. Da auch Alzheimer und Depressionen mit Entzündungen im Gehirn assoziiert sind, soll Kurkuma helfen, das Gedächtnis zu verbessern. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften soll Curcumin auch bei der Linderung von Schmerzen und Schwellungen bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen helfen. Selbst antikanzerogen Effekte gegen Krebs werden dem Kurkuma zugesprochen.


Knoblauch fördert die Herzgesundheit

Knoblauch ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern kann auch das Herz vor speziellen Veränderungen schützen, welche letztendlich Herzerkrankungen verursachen können. Gerade wenn man älter wird, verhärten normalerweise die Arterien. Diese Arteriosklerose entsteht, wenn sich Fettablagerungen vor allem aus Cholesterin an den inneren Arterienwänden ansammeln. Hier soll einerseits Knoblauch die Dehnbarkeit der Blutgefäße fördern, insbesondere bei Frauen. Andererseits soll er Cholesterin und Triglyceride reduzieren können.


Gewürze als Nahrungsergänzungsmittel

Viele Menschen setzen auch Nahrungsergänzungsmittel ein, um die Dosis bestimmter vorteilhafter Verbindungen der jeweiligen Gewürze zu erhöhen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass kommerzielle Nahrungsergänzungsmittel nicht streng reguliert sind. Deswegen kann man auch nie sicher sein, welche Mewngen manche Produkte tatsächlich enthalten. Allerdings gibt es unabhängige Untersuchungen, die Tests zu Qualität und Inhalt der Nahrungsergänzungsmittel durchführen.

Wer aber auf jeden Fall Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich einnehmen will, sollte mit dem Arzt, dem Apotheker oder auch Ernährungsberater erörtern, welche Darreichungsform und welche Menge passend wäre.

 

Schmackhaft und interessant

Unabhängig von den anderen gesundheitlichen Vorteilen verleihen Gewürze den Lebensmitteln Geschmack. Gesunde, aber leider oft auch langweilige Speisen wie verschiedene Gemüsearten werden durch sie oft noch schmackhafter und sehr interessant.

Prinzipiell ist es aber auch einer der größten Vorteile der Verwendung von Gewürzen, dass die Geswchmacksveränderungen eine gesunde Möglichkeit bieten, um verschiedene Essstörungen zu bekämpfen.

Aktuelle Literatur:

Fattori V, Hohmann MS, Rossaneis AC, Pinho-Ribeiro FA, Verri WA. Capsaicin: Current Understanding of Its Mechanisms and Therapy of Pain and Other Pre-Clinical and Clinical Uses. Molecules. 2016 Jun 28;21(7). pii: E844. doi: 10.3390/molecules21070844.

Derry S, Rice AS, Cole P, Tan T, Moore RA. Topical capsaicin (high concentration) for chronic neuropathic pain in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2017 Jan 13;1:CD007393. doi: 10.1002/14651858.CD007393.pub4.

Tóth B, Lantos T, Hegyi P, Viola R, Vasas A, Benkő R, Gyöngyi Z, Vincze Á, Csécsei P, Mikó A, Hegyi D, Szentesi A, Matuz M, Csupor D. Ginger (Zingiber officinale): An alternative for the prevention of postoperative nausea and vomiting. A meta-analysis. Phytomedicine. 2018 Nov 15;50:8-18. doi: 10.1016/j.phymed.2018.09.007. Epub 2018 Sep 5.

Nelson KM, Dahlin JL, Bisson J, Graham J, Pauli GF, Walters MA. The Essential Medicinal Chemistry of Curcumin. J Med Chem. 2017 Mar 9;60(5):1620-1637. doi: 10.1021/acs.jmedchem.6b00975. Epub 2017 Jan 11.

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Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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