Gesundheitsrisiken und Wohlstandsrisiken

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Die Reduktion von Gesundheitsrisiken und Vorbeugung sind seit Jahrzehnten die Eckpfeiler der Maßnahmen, mit denen Wohlstandsrisiken begegnet werden soll.

Österreicher, Deutsche und Schweizer sowie andere Einwohner der hochentwickelten Länder könnten im Durchschnitt fünf Jahre länger gesund bleiben, wenn sie ihren Gesundheitsrisiken entgegenwirken würden – mit weniger rauchen, sich besser ernähren und mehr bewegen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind demnach in den Industrieländern das Rauchen, zu hoher Blutdruck, exzessiver Alkoholgenuss sowie zu hohe Choles­terin-Werte.

In Nordamerika und Westeuropa sterben Millionen von Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit. Dagegen rangieren in den ärmsten Ländern Untergewicht, ungeschützter Sex sowie schlechte Sanitär- und Hygienebedingungen an erster Stelle der Gesundheitsrisiken. Die weltweit zehn wichtigsten Faktoren zu Gesundheitsrisiken sind nach Angaben der WHO für fast 50 Prozent der jährlichen Todesfälle verantwortlich.

 

Schockierender Unterschied zwischen Arm und Reich

Besonders schockierend ist der Unterschied zwischen armen und reichen Menschen. Einerseits gibt es weltweit an die 200 Millionen Kinder mit Untergewicht. Andererseits leiden über eine Milliarde Erwachsene an Übergewicht, ein Drittel davon sind fettleibig.

Die WHO kritisiert in diesem Zusammenhang seit vielen Jahren den exzessiven Verzehr von zu fetten, zu süßen und zu ­salzigen Nahrungsmitteln. Ohne durchgreifende Verhaltensänderungen wird nach Schätzungen der WHO die Zahl der Toten in Folge des Rauchens jährlich auf rund 9 Millionen bis zum Jahr 2020 ansteigen.

Weiters werden dann jährlich etwa 5 Millionen Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit und Übergewicht sterben. Zu hoher Blutdruck führt jährlich zum Tod von etwa 8 Millionen Menschen. An den Folgen eines zu hohen Cholesterinspiegels sterben jährlich etwa 5 Millionen Menschen.

Als Konsequenz haben Experten von der Politik unter anderem ein generelles Verbot der Tabakwerbung, verschärfte Warnhinweise auf Zigarettenschachteln sowie hohe Steuern auf Tabakprodukte gefordert. Ein Großteil der Forderung ist mittlerweile umgesetzt.

Um den Anteil an Herz- und Gefäßkrankheiten zu senken, sollten Lebensmittel­produkte nach Empfehlung von Experten einen geringeren Salzanteil ­enthalten. Ebenfalls wird seit langem gefordert, dass die Menschen mehr Obst, Gemüse und ungesättigte Fettsäuren essen und sich mehr bewegen sollten.

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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