Gesundheitsförderung gegen Depressionen

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Fonds Gesundes Österreich: Gesundheitsförderung kann Depressionen und anderen psychischen Beeinträchtigungen entgegenwirken.

Der Fonds Gesundes Österreich, die Förder- und Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung setzt auf mehreren Ebenen an, z.B. in Gemeinden, Schulen, Betrieben oder durch Suizidprävention.

Psychische Beeinträchtigungen nehmen zu

Laut der aktuellen Österreichischen Gesundheitsbefragung (veröffentlicht 2015) berichteten 10?% der Frauen und 6?% der Männer, dass sie innerhalb der letzten 12 Monate unter Depressionen litten. 21 % der Bevölkerung geben an, in den letzten zwei Wochen zumindest an manchen Tagen durch Niedergeschlagenheit, Schwermut oder Hoffnungslosigkeit beeinträchtigt gewesen zu sein, 10,5 % der Bevölkerung fühlten sich in den letzten zwei Wochen an mehr als der Hälfte der Tage müde oder hatten das Gefühl, wenig Energie zu haben.

Diese Entwicklung ist nicht nur in Österreich zu beobachten, sondern auch international. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Weltgesundheitstag am 7. April dem Thema Depressionen gewidmet. Depressionen und anderen psychischen Beeinträchtigungen kann durch Gesundheitsförderung  entgegengewirkt werden. Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), die Förder- und Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung, setzt auf mehreren Eben an, z.B. in Gemeinden, Schulen, Betrieben oder durch gezielte Suizidprävention.

Es kann alle treffen

Niemand ist gefeit davor, von psychischen Beeinträchtigungen betroffen zu sein. Lebenskrisen, Stress oder Arbeitslosigkeit können Auslöser sein. Sehr oft kommen auch mehrere Belastungsfaktoren zusammen. Und es kann alle treffen: Jung und Alt.

Gesundheitsförderung kann viel dazu beitragen, die in Österreich lebenden Menschen gesund zu erhalten

„Viele Belastungsfaktoren und Ressourcen haben Einfluss auf die psychosoziale Gesundheit. Um diese zu fördern, muss aus Sicht des FGÖ auf mehreren Ebenen angesetzt werden. Das spiegelt sich sowohl in den geförderten Projekten als auch unseren eigenen Initiativen wider“, betont Klaus Ropin, der Leiter des FGÖ.

FGÖ-Schwerpunkt: Psychosoziale Gesundheit

Ganz bewusst nennt der FGÖ seinen Schwerpunkt „Psychosoziale Gesundheit“. Der Mensch ist ein soziales Wesen: Gemeinschaft, Freundschaft, Nachbarschaft, gemeinsames Tun, Hilfe anbieten und annehmen, ist Voraussetzung für unsere soziale und psychische Gesundheit und genauso wichtig wie gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. „Wer sich in eine Gemeinschaft eingebunden fühlt, Unterstützung vom Umfeld bekommt – sei es Zuwendung oder Hilfestellungen -, die Möglichkeit hat, sich sinnvoll in eine Gemeinschaft einzubringen schafft es auch besser, auf sich selbst zu achten und kann Belastungen besser bewältigen“, erklärt Gerlinde Rohrauer-Näf, für den Bereich Psychosoziale Gesundheit verantwortliche Gesundheitsreferentin beim FGÖ, den großen Einfluss von sozialen Beziehungen. Auf der Website der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft!“ finden sich Beispiele, wie das soziale Miteinander und Gesundheit in Gemeinden und Städten gefördert werden kann. www.gesunde-nachbarschaft.at

Kindergärten und Schulen: Man muss früh ansetzen

Aktuelle Studienergebnisse aus Österreich weisen darauf hin, dass schon jede/r fünfte Jugendliche von psychischen Problemen betroffen ist. FGÖ geförderte Projekte in Kindergärten, Schulen und überbetrieblichen Lehrlings-Ausbildungsstätten stärken Kinder und Jugendliche. Es gilt, die Ressourcen in diesen Lebenswelten und den positiven Umgang mit Konflikten, Diversität, Gesundheitskompetenz und Selbstwirksamkeit zu stärken.

Betriebliche Gesundheitsförderung erreicht viele

Aufgrund des Leistungsdrucks und der Mehrfachbelastung, die die westliche Gesellschaft prägt, steigen psychische Belastungen an. Einerseits kann die Arbeitswelt zu psychischen Belastungen beitragen, andererseits kann die Arbeit sinnstiftend sein. Betriebe sind eine Lebenswelt wo viele Menschen mit Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung sehr gut erreicht werden können und von gesundheitsfördernden Maßnahmen profitieren.

In Österreich sterben zweieinhalb mal so viel Menschen durch einen Suizid wie durch Verkehrsunfälle

Im Jahr 2015 starben in Österreich 1.215 Personen durch Suizid. Das bedeutet, dass die Zahl der Suizidtoten mehr als zweieinhalb mal so hoch ist wie beispielsweise jene der Verkehrstoten (475 Tote). Der Anteil der Männer an den Suiziden ist überproportional hoch: Von den 1.215 Suizidfällen sind 961 Männer (77%) und nur 290 Frauen (23%). Der FGÖ ist Teil des vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen unterstützten Expertengremiums „Suizidprävention Austria“, dessen Ziel es ist, eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Suizidprävention zu verankern. Der FGÖ fördert Projekte zur Suizidprävention, eine dabei entstandene Website speziell für Jugendliche ist www.bittelebe.at.

Weitere Informationen im Internet: www.gesundheit.gv.at/leben/psyche-seele/inhalt

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