Gedächtnisverlust bremsen durch gesunde Ernährung

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Männer, die auf eine gesunde Ernährung achten, können dadurch ihr Gehirn schützen und einem Gedächtnisverlust effektiv entgegenwirken.

Männer, die eine gesunde Ernährung einhalten, könnten laut einer neuen Studie so einem möglichen Gedächtnisverlust entgegenwirken. Forscher der Harvard TH Chan Schule haben eine große Gruppe von Männern 26 Jahre lang beobachtet.

Schließlich publizierten die Wissenschaftler die Daten von 27.842 Männer im Fachmagazin Neurology. Sie zeigten, dass gesunde Ernährung, speziell größere Mengen bestimmter Nahrungsmittel und Getränke, mit einem geringeren Gedächtnisverlust-Risiko verbunden war.

Prinzipiell gehören zu den Lern- und Gedächtnisleistungen die Aufnahme, das Behalten und das Abrufen verbaler oder nonverbaler Informationen. Letztendlich umfasst das Kurzzeitgedächtnis die Merkspanne und das Arbeitsgedächtnis sowie das Langzeitgedächtnis. Im Kurzzeitgedächtnis werden Informationen über einen Zeitraum von wenigen Sekunden gespeichert. Grundsätzlich besitzt es damit eine sehr begrenzte
Speicherkapazität. Die Merkfähigkeit hängt auch sehr stark von der Aufmerksamkeit und Konzentration ab.

Ein Gedächtnisverlust weist auf einer Funktionsstörung des Gehirns hin. Gedächtnisverlust ist auch einer der wichtigen Gründe, dass vor allem ältere Menschen zum Arzt gehen. Manchmal bemerken einen solchen aber auch Familienmitglieder und nicht die Betroffenen selbst zuerst.

 

Gesunde Ernährung mit SCF-Test-Ergebnissen vergleichen

Die Wissenschaftler befragten die Männer, die zu Beginn der Studie im Jahr 1986 durchschnittlich 51 Jahre alt waren, alle vier Jahre bis 2002 eingehend über ihre Nahrungsaufnahme und die Aufnahme von Getränken ausgefüllt. Die Männer mussten weiters einen Test zu subjektiven kognitiven Funktionen (SCF) machen. Schließlich wurden so sowohl Gedächtnisverlust als auch die Denkfähigkeit überprüft.

Die Forscher bildeten fünf Gruppen der Männer entsprechend ihrer Obst- und Gemüsezufuhr. Ein Vergleich des Gemüseverbrauchs mit den SCF-Werten zu Gedächtnisverlust und Denkfähigkeit ergab Folgendes:

  • Bei den Männern, die am meisten Gemüse aßen, war die Wahrscheinlichkeit, dass Gedächtnisverlust eintrat, um 34 Prozent geringer.
  • Von den Männern, die am meisten Gemüse aßen, erzielten 6,6 Prozent der Befragten eine schlechte Bewertung. Bei den Männern, die am wenigsten gegessen hatten, waren es 7,9 Prozent.

Die Nahrungsmittel, die den stärksten Effekt gegen einen Gedächtnisverlust zeigten, waren Blattgemüse sowie rote und dunkelorange sowie gelbe Gemüse- und Obstsorten. Weiters zeigten Beerenfrüchte und frischgepresster Orangensaft sehr gute Effekte.

Literatur:

Changzheng Yuan, Elinor Fondell, Ambika Bhushan, Alberto Ascherio, Olivia I. Okereke, Francine Grodstein, Walter C. Willett. Long-term intake of vegetables and fruits and subjective cognitive function in US men. Neurology. 2018 American Academy of Neurology
http://n.neurology.org/content/early/2018/11/21/WNL.0000000000006684

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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