Fußpflege bei Diabetes von großer Bedeutung

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Fußpflege bei Diabetes ist deswegen so wichtig, weil es an den Füßen der Betroffenen zu einer Vielzahl von Problemen wie dem diabetischen Fuß kommen kann.

Der diabetische Fuß (oder das Diabetische Fußsyndrom – DFS) ist das berüchtigste Syndrom an den Füßen von Patienten mit Diabetes Typ 2. Jährlich kommt es bei tausenden Patienten zu Fußamputationen. Akute Ursachen für das Entstehend sind oft Wunden am Unterschenkel oder am Fuß, die nicht innerhalb von zwei bis drei Wochen abheilen. Weiters sind meist Durchblutungsstörungen der Füße und eine Diabetes bedingte Nervenschädigung – die Polyneuropathie – mit vermindertem Schmerzempfinden manifestiert. Um dem entgegenzuwirken, ist eine gründliche Fußpflege bei Diabetes von großer Bedeutung.

 

Auswirkungen einer Neuropathie

Die Auswirkungen einer peripheren Neuropathie können sich als Gefühlsverlust in den Füßen – sensorische Neuropathie –, als Schwäche und Schmerzen in der Bein- und Fußmuskulatur – motorische Neuropathie – sowie in allgemeinen Hautproblemen wie trockene, rissige Haut – autonome Neuropathie – zeigen.

Diese Symptome – vor allem wenn sie zusammen mit anderen Auswirkungen von Diabetes wie beispielsweise die erwähnte schlechte Durchblutung und/oder verminderte Reaktion des Immunsystems auftreten – können eben bei unzureichender Fußpflege bei Diabetes zu ernsthaften Fußproblemen führen.

Hautgeschwüre, rissige Haut und Pilzinfektionen sind für Diabetiker sehr schwer zu behandeln und können ohne umfangreiche medizinische Versorgung nicht richtig heilen. Bei längerer unsachgemäßerFußpflege bei Diabetes kann es zu Knochenmissbildungen sowie – in schweren Fällen – auch zu Amputationen der Zehen kommen. Vorbeugen ist daher definitiv die bessere Wahl!

Möglichkeiten der Fußpflege bei Diabetes

Diabetische Fusspflege beginnt mit der Kontrolle der Blutzuckerwerte.  Eine dauerhafte, gute Blutzuckereinstellung reduziert die Schwere aller oben genannten Symptome. Aber da diabetische Fußprobleme schwerlich ganz zu vermeiden sind, gibt es viele Möglichkeiten, Schmerzen und Verletzungen zu minimieren.

Fußpflege bei Diabetes verhindert trockene Haut

Die Verwendung von diabetischen Fußcremen und von Pflegeölen zur Nagelhygiene kann helfen, die Auswirkungen der autonomen Neuropathie und der daraus resultierenden trockenen Haut zu reduzieren. Wenn die Haut trocken und rissig wird, werden Pilzinfektionen und die langsame Heilung der Haut zu großen Problemen.

Massage für die bessere Durchblutung

Massagen, sowohl mit der Hand und mit Fußrollen können diabetische Fußprobleme (z.B. schlechte Durchblutung und Muskelschwäche) verhindern. Spezielle Stützstrümpfe sind auch ein wichtiger Teil der Behandlung von diabetischen Durchblutungsstörungen in den Füßen.

Was bei der Fußpflege bei Diabetes vermieden werden sollte

Diabetiker sollten nicht mit freiverkäuflichen Produkten Warzen- oder Schwielenbehandlungen ohne Rücksprache mit einem Arzt durchführen. Denn die eingesetzten Produkte sind zu stark und können die Haut der Füße eines Diabetikers beschädigen. Wenn Sie diese Probleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Pflegeprodukte.

Es ist darauf zu achten, die richtigen Schuhe und Strümpfe/Socken, die diabetische Fußprobleme verhindern sollen, zu tragen. Dies trägt enorm zur Verhinderung von Druckgeschwüren, Pilzinfektionen und Knochenproblemen bei. Einlegesohlen mit der richtigen Fußstütze, Schuhe mit guter Luftzirkulation und Strümpfe/Socken, die die Durchblutung unterstützen sind alles sehr wichtige Werkzeuge bei der Verhütung schwerer Fußverletzungen.

Quellen und Kontakte:
http://www.diabetes.or.at/
http://care.diabetesjournals.org/

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Dr. Reinhold Lautner

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