Endoskopie-Kongress in Berlin

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Auf dem Endoskopie-Kongress in Berlin vom 6. bis 8. April 2017 zeigen die Spezialisten, wie der Krebs früh entdeckt und ohne OP geheilt werden kann.

Auf Deutschlands größtem Treffen von Endoskopie-Spezialisten – dem Endoskopie-Kongress in Berlin – steht die Früherkennung und die Heilung verschiedener Krebsarten per schonender „Spiegelung“ mit dem Endoskop im Mittelpunkt. Hier hat die Forschung, die Technik – vor allem aber die Medizin rasante Fortschritte gemacht, von denen die Patienten profitieren. Highlight der dreitägigen Veranstaltung mit der Rekordbeteiligung von 2.000 Teilnehmern aus aller Welt ist die Live-Übertragung von mehr als 30 Operationen aus dem Sana Klinikum Lichtenberg in den Tagungssaal des Estrel Hotels Berlin. Durchgeführt werden die Eingriffe von 15 nationalen und internationalen Experten, die u.a. aus Israel, Frankreich, Italien und Belgien kommen. Die bedeutsamste Veranstaltung im Bereich der Endoskopie findet vom 6. bis 8. April statt. Hinter der kryptischen Bezeichnung „DGE-BV meets Endoskopie Live“ verbirgt sich der Zusammenschluss zweier Veranstaltungen: Der 47. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV) und Endoskopie Live. Letztere ist eine der großen deutschen Endoskopie-Veranstaltungen, bei denen die Eingriffe live übertragen werden.

„Uns geht es darum, den Kollegen bewährte und neue Techniken in der Endoskopie zu demonstrieren und mit ihnen zu diskutieren. Die Endoskopie hat sich im Laufe der Zeit rasant entwickelt und ermöglicht therapeutische Untersuchungen von Erkrankungen, die vor Jahren noch unvorstellbar waren“, sagt Prof. Dr. Siegbert Faiss, Chefarzt der gastroenterologischen Abteilung in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg, der den Endoskopie-Kongress gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Dirk Hartmann, Chefarzt an der Klinik für Innere Medizin am Sana Klinikum Lichtenberg organisiert. „Frühe Krebserkrankungen im Verdauungstrakt, in der Speiseröhre, im Magenbereich, der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenwege können in vielen Fällen allein mit der Endoskopie geheilt werden, ohne dass eine Operation notwendig ist“, so Prof. Faiss weiter.

Obwohl der Dickdarmkrebs in Deutschland rückläufig ist, gibt es keinen Anlass zur Entwarnung bei Tumoren des Verdauungstraktes. Denn Speiseröhrenkrebs als Folge von chronischem Sodbrennen, das so genannte Barrett-Karzinom, ist die derzeit am schnellsten zunehmende Krebserkrankung in der westlichen Welt. „Wie zu Anfang der Darmkrebs wird der Krebs der Speiseröhre derzeit noch deutlich unterschätzt. Dabei hat das Beispiel des Darms gezeigt, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, bei denen die Endoskopie-Experten potenziell gefährliche Strukturen wie Polypen und sogar kleine, oberflächliche Tumore frühzeitig entfernen, vielen Patienten Operationen erspart und das Leben gerettet haben“, sagt Prof. Faiss. Die Eröffnungsrede hält Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zum Thema: „Wir Ärzte im Spannungsfeld der Politik“.

Das detaillierte Programm ist unter https://www.endoskopie-live-berlin.de aufgeführt.

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