Elektrische Gehirnstimulation

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Die elektrische Gehirnstimulation kann dabei helfen, verschiedene Fragestellungen der Psychologie und der Neurowissenschaften zu beantworten.

Die transkranielle Gehirnstimulation ist eine Methode, bei der mittels magnetischer oder elektrischer Felder gezielt Gehirnareale stimuliert werden können, um deren Aktivität zu verstärken oder aber auch zu hemmen. Die Wissenschaft schreibt der transkraniellen Gehirnstimulation ein großes Potenzial zur Heilung neurologischer, psychischer Erkrankungen wie z.B. Depressionen oder auch Folgen eines Schlaganfalls. Welcher Gehirnbereich ist für welche Aufgaben zuständig? Wie kann man das Gehirn nach einem Schlaganfall besser wieder anregen?

 

Mittels Gehirnstimulation mehr über das Gehirn erfahren

Es ist zwar bereits einiges auf dem Gebiet physiologischer Grundlagen kognitiver Funktionen bekannt, aber die Wissenschaft ist immer noch weit davon entfernt, das Gehirn zu verstehen. Mittels Hirnstimulation will er das Wissen über Aufbau, Funktion und Interaktion bestimmter Gehirnareale vertiefen. Werden beispielsweise bestimmte motorische Gehirnareale gehemmt, können bestimmte Bewegungsaufgaben nicht mehr ausgeführt werden. Können diese jedoch trotzdem ausgeführt werden, weiß man, das entsprechende Gehirnareal verarbeitet etwas, was mit dieser Bewegung nicht in Zusammenhang steht. Dadurch lassen sich kausale Zusammenhänge zwischen der Gehirnaktivität und bestimmten Tätigkeiten aufzeigen.

Neben dem Verständnis des Gehirns ergeben sich auch Möglichkeiten, wie sich Therapien optimieren lassen und welche Expertenempfehlungen gemacht werden können, um bestimmte Funktionalitäten wieder herstellbar sind. Bereits im Jahr 2005 konnte nachgewiesen werden, dass die Gehirnstimulation einen positiven Einfluss auf motorisches Lernen beispielsweise bei Schlaganfallpatienten hat.

Methoden der Gehirnstimulation

Nervenzellen kommunizieren auf elektrischem Wege untereinander. Dies macht sich die transkranielle Gehirnstimulation zu Nutze, indem sie die Signalverarbeitung der Nervenzellen beeinflusst. Drei Methoden haben sich inzwischen als tauglich erwiesen:

  • Gehirnstimulation durch Gleich- (tDCS) oder Wechselstrom (tACS) und
  • mittels Magnetfeldern (TMS).

Dabei werden mit Elektroden oder aber Magnetspulen elektrische oder magnetische Felder erzeugt, die durch die Kopfhaut und den Schädel hindurch die äußeren Bereiche des Gehirns – den sogenannten Cortex – anregen. Dadurch wird die Aktivität der Nervenzellen gezielt in den gewünschten Bereichen des Gehirns verstärkt oder gehemmt. Bei depressiven Patienten erzielte diese Methode bereits positive Resultate. Um Unannehmlichkeiten und Nebenwirkungen zu vermeiden, müssen bestimmte Sicherheitsprotokolle eingehalten werden, die die Stromintensität und Dauer der Behandlung festlegen.

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Rainer Müller

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