Eisenmangel-Symptome bei übergewichtigen Patienten

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Bei starkem Übergewicht kommt oft das Spurenelement Eisen zu kurz, wobei Eisenmangel-Symptome nach wie vor eine zu geringe Bedeutung haben.

Müdigkeit, Konzentrationsmangel, und Schlafstörungen sind drei bekannte Eisenmangel-Symptome. Doch es gibt noch eine Reihe weiterer Beschwerden, die durch Eisenmangel verursacht werden können. Obwohl Eisenmangel in der westlichen Welt die häufigste Mangelerscheinung ist, wird ihm bisweilen eine viel zu geringe Bedeutung in Bezug auf seine Tragweite und die Auswirkungen beigemessen. Besonders Personen mit krankhaftem Übergewicht sollten Eisenmangel-Symptome bekannt sein, um gegebenenfalls aktiv den eigenen Eisenstatus bestimmen zu lassen.

 

Eisenmangel-Symptome durch überfüllte Fettzellen

Wenn die Fettzellen des Körpers zu sehr gefüllt sind, werden körpereigene Eiweiße ausgeschüttet, die auch bei Entzündungen eine Rolle spielen. Dadurch kann in weiterer Folge die Aufnahme des Eisens, das über die Nahrung oder Tabletten zugeführt wird, stark eingeschränkt sein. Viele Mediziner sind sich dieser Mechanismen noch nicht bewusst und verknüpfen daher Eisenmangel-Symptome bei übergewichtigen Patienten nur in seltenen Fällen mit einem Eisendefizit.

Eisenmangel ist weit verbreitet. In der westlichen Welt ist es die häufigste und zugleich eine völlig unterbewertete Mangelerscheinung. Da die Eisenmangel-Symptome so vielfältig wie unspezifisch sind, wird Eisenmangel oft nicht erkannt. In manchen Fällen leben Betroffene jahrelang weitgehend beschwerdefrei, bis sich der Eisenmangel bemerkbar macht. In anderen Fällen zeigen sich Eisenmangel bedingte Beschwerden sehr deutlich und früh.

Je schleichender dieser Prozess vor sich geht, desto mehr gewöhnen sich die Patienten an Eisenmangel-Symptome wie Energie- und Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Haarausfall, depressive Verstimmungen etc.. Sie „schleppen“ sich dann buchstäblich durchs Leben.

Mögliche Eisenmangel-Symptome

  • Müdigkeit, Energielosigkeit
  • Konzentrationsmangel
  • Schlafstörungen
  • Blässe (bei Anämie)
  • Kälteempfindlichkeit, kalte Extremitäten
  • Erhöhte Infekt-Anfälligkeit
  • Haarausfall
  • Brüchige Nägel
  • Eingerissene Mundwinkel (Rhagaden)
  • Kopfschmerzen
  • Depressive Verstimmung
  • Libidoverlust
  • Restless Legs Syndrome

 

Im Anfangsstadium werden Eisenmangel-Symptome oft mit einfachen Erklärungen wie „Stress im Job“, „viel um die Ohren“ usw. abgetan. Wenn nichts gegen den Eisenmangel unternommen wird, entwickelt sich daraus früher oder später eine Anämie, die umgehend behandelt werden muss. Neben der eingeschränkten Aufnahme-Fähigkeit des Darms für Eisen, kommt bei übergewichtigen Patienten oftmals das Problem nährstoffarmer Ernährungsgewohnheiten durch ungesunde Lebensmittel und Crash-Diäten hinzu.

 

Eisenmangel-Symptome durch operative Eingriffe

Ein zusätzlicher Grund für Eisenmangel-Symptome bei übergewichtigen Personen sind operative Eingriffe, bei denen der Magen verkleinert wird, bzw. Teile des Magens, des Zwölffingerdarms und mitunter auch des oberen Dünndarms umgangen werden. Allerdings findet genau in diesen Bereichen neben der Aufspaltung von Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten auch die Aufnahme vieler Vitamine und Spurenelemente statt, sodass essentielle Nährstoffe medikamentös ergänzt werden müssen, damit diese Patienten nicht unterversorgt sind.

Risikogruppen für Eisenmangel sind:

– Frauen, bedingt durch

  • Schwangerschaft (Erhöhter Eisenbedarf)
  • Geburt (Blutverlust, leere Eisenspeicher schon vor der Geburt)
  • Starke Regelblutungen (Blutverlust = Eisenverlust)

– Leistungssportler (auch hier vor allem weibliche)


– Personen mit chronischen Erkrankungen:

  • Chronische Herzerkrankungen
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Erkrankungen des rheumatoiden Formenkreises
  • Nierenfunktionsstörungen

– Personen während oder nach einer blutreichen OP (z.B: Hüft-Gelenkersatz, Herzoperation,…)


– Personen mit einer Krebserkrankung


– Vegetarier und Veganer


– Personen, die häufig Blut spenden


– Ältere Personen


– Übergewichtige und Patienten nach Operationen zur Magenverkleinerung

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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