Einsatz von Docosahexaensäure DHA vor der Geburt

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Eine pränatale Supplementation mit Docosahexaensäure wirkt sich nicht auf den Intelligenzquotienten bei den untersuchten siebenjährigen Kindern aus.

Australische Wissenschaftler veröffentlichtenim Journal of the American Medical Association aktuell Ihre Ergebnisse einer Folgeuntersuchung zu einer randomisierten Studie, in der Schwangere nach Zufallsprinzip ausgewählt worden waren, um während ihrer Schwangerschaft entweder tägliche DHA-Nahrungsergänzungsmittel oder ein Placebo-Präparat anzuwenden. Die Forscher untersuchten dabei die Auswirkung der pränatalen Docosahexaensäure-Gabe auf den IQ – Intelligenzquotienten –  auf die Kinder im Alter von 7 Jahren. Insgesamt nahmen 543 Kinder an der Nachbeobachtung teil.

Die Erstautoribn Dr. Jacqueline F. Gould, Ph.D., vom South Australian Health and Medical Research Institute in Adelaide, und ihre Kollegen entdeckten, dass sich der durchschnittliche IQ für die DHA- und Kontrollgruppen nicht unterschied (98,31 bzw. 97,32; bereinigte, durchschnittliche Differenz: 1,30; 95 Prozent Konfidenzintervall, −0,47 bis 3,08; p = 0,15). Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen bei bedeutenden untersuchten Parametern wie Sprache, akademischer Leistung und ausführende Fähigkeiten. Nur die Ergebnisse für nonverbales Reümieren waren in der DHA-Gruppe signifikant höher. Im Gegensatz dazu zweigent sich aber auch p0sychologische Probleme: Eltern in der DHA-Gruppe berichteten von signifikant mehr Verhaltensproblemen und exekutiver Dysfunktion ihrer Kinder als jene in der Kontrollgruppe.

„Diese randomisierte klinische Studie liefert einen starken Hinweis darauf, dass eine DHA-Supplementation keinen Vorteil für den IQ im Alter von 7 Jahren und für die Kognition im Alter von 18 Monaten und 4 Jahren bringt – und das, obwohl sich in der Kontrollgruppe eine höhere Zahl an frühgeborenen Kindern befindet“, analysierte Jacqueline F. Gould.

Wobei die Tatsache, dass in der Kontrollgruppe mehr Frühgeburten waren, ältere Studienergebnisse bestätigten, dass Frauen, die bei ihrer Ernährung auf die Aufnahme von DHA Omega-3 achten, gesündere Schwangerschaften und deren Neugeborene ein höheres Geburtsgewicht hatten sowie die Anzahl der Frühgeburten geringer war.

 

DHA Omega-3 Docosahexaensäure und der Eisenspiegel

Da Omega-3-Fettsäuren beim ungeborenen Kind in Interaktion mit dem Eisenstoffwechsel stehen, sollten schwangere Frauen nicht nur auf den Eisenspiegel, sondern auch auf die Omega-3-Fettsäuren-Zufuhr achten. Die DHA Omega-3 Docosahexaensäure führt dazu, dass das Baby das von der Mutter bereitgestellte Eisen in ausreichendem Mass nutzen kann. Der Eisenbedarf ist in der Schwangerschaft prinzipielle sehr viel höher, da das Eisen für die Blutbildung der Babys eine entscheidende Rolle spielt. Bei mangelhaften Eisenspiegel kann sich die Plazenta nicht richtig entwickeln und die Eisenversorgung für das Baby kann beeinträchtigt sein.

Quellen:

http://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2612605

 

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