Die Eiche als Heilpflanze

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Wegen des Gerbstoffgehaltes kann die Eiche als Heilpflanze eingesetzt werden. Die im Eichenholz enthaltenen Tannine und Aldehyde können aber auch allergische Reaktionen auslösen.

Die Eiche ist ein sehr volkstümlicher Baum. Das wertvolle Hartholz wird für Parkettböden und Möbeln aber auch Treppen, Außentüren und Fenster eingesetzt. Pharmakologisch interessiert ist die Rinde mit ihrem Gerbstoffgehalt. Hier werden die Rinden jüngerer Äste und Zweige – also nicht die des dicken Stammes – verwendet.

 

Die Eiche als Heilpflanze durch den Gerbstoffgehalt der Eichenrinden

Der Gerbstoffgehalt der Rinde ist dafür verantwortlich, dass die Eiche als Heilpflanze eingesetzt wird. Getrocknet und gemahlen wird daraus ein Sud gekocht, der sowohl äußerlich zum Einreiben auf der Haut als auch als Tee zur Anwendung kommt. Die Wirkung der Eiche als Heilpflanze lässt sich einfach mit entzündungshemmend durch Trockenlegung beschreiben.

Die Rinden anderermit ihrem Gerbstoffgehalt besitzen die Fähigkeit, lösliche oder quellbare Eiweißstoffe in unlösliche, nicht quellbare umzuwandeln. Dadurch werden Flüssig­keitsab­sonderungen aus dem Gewebe herabgesetzt.

Eichenrinden-Tee sollte man eine Viertelstunde lang kochen und dann abseihen. Es gibt auch flüssige, alkoholische Eichenrinden-Extrakte auf dem Markt, die esslöffelweise ins Bade- oder Waschwasser gegossen werden können.

Innerlich wird die Eiche als Heilpflanze gegen schwere chronische Entzündungen des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Wobei man niemals mehr als 2 Tassen Tee pro Tag konsumieren sollte. Äußerlich wird die Eiche als Heilpflanze durch Einreiben gegen nässende Ekzeme oder heiße Entzündungen eingesetzt. Für einen halben Liter Badeflüssigkeit braucht man zwei volle Esslöffel des Tees. Weitere Anwendungsgebiete sind Fußbäder zur Schweißhemmung, gynäkologische Waschungen, Sitzbäder bei Hämorriden und Spül- und Gurgellösungen.

 

Gesundheitliche Gefahren durch die Eiche

Die in der Eiche – besonders in unreife Eicheln – enthaltenen Gerbstoffe sind aber auch giftig und können zu gastrointestinalen Symptomen wie Durchfall, Erbrechen und Magenschleimhautreizung führen. Weiters können die im Eichenholz enthaltenen Tannine und Aldehyde beim Einatmen allergische Reaktionen wie Rhinitis und Asthma hervorrufen.

Es besteht für den Menschen auch eine indirekte Gefahr durch die Eiche in Form des Eichen-Prozessionsspinners. Der in Mitteleuropa immer stärker auffindbare Dieser Schmertterling siedelt sich ausschließlich auf Eichen an und seine Larven tragen Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten bei Menschen toxische und allergische Reaktionen hervorrufen können. Es kann zu intensiv juckenden Hautausschlägen – der sogenannten Raupendermatitis – bis zu Asthmaanfällen kommen. Die mikroskopisch kleinen Gifthaare der Raupe können durch Wind weite Strecken zurücklegen und stellen somit eine nicht zu unterschätzende Ursache einer luftübertragenen Krankheit dar.

Weitere Informationen:

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Lena Abensberg

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