Eibisch als Hustenmittel seit Jahrtausenden bewährt

0

Schon im Altertum setzten griechische und römische Ärzte den Eibisch aufgrund seiner reizmildernden Wirkung als Hustenmittel ein.

Die Heilpflanze Eibisch – Eibischblätter und Eibischwurzel – soll Linderung gegen die lästigen Symptome eines trockenen, quälenden Hustens bringen. Grundsätzlich werden Eibischblätter und Eibischwurzel bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt – dabei kommt es meist zum beschriebenen trockenen Reizhusten. Aber auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut wird Eibisch angewendet. Volksmedizinisch wird für die Eibischwurzel sogar die Anwendung bei Durchfall und Zystitis erwähnt, zerquetschte Eibischblätter wurden topisch bei Insektenstichen verwendet. Eibisch ist in Europa und westlichen Teilen Asiens heimisch. Hauptlieferanten sind die osteuropäischen Länder wie die Balkanländer und Ungarn, aber auch in Österreich und Belgien gibt es erwähnenswerte Vorkommen.

 

Wie Eibisch wirkt

Die in Eibischblätter und Eibischwurzel enthaltenen Schleimstoffe legen auf die gereizten Schleimhäute in Mund- und Rachenraum und mildern so den trockenen, reizartigen Husten und zeigen Effekte gegen Heiserkeit. Wie erwähnt kann Eibisch auch Reizungen im Verdauungstrakt, wie beispielsweise leichten Magenschleimhautentzündungen entgegenwirken.

Diese Schleimstoffe befinden sich sowohl in Eibischblättern als auch in der Eibischwurzel. Die Wurzel enthält mit über 30 Prozent die höchsten Konzentrationen. Die reizmildernde Wirkung entfaltet sich umso stärker, je länger die Schleimstoffe Kontakt mit den Schleimhäuten haben.

 

Anwendung von Eibischblättern und Eibischwurzel

Eibisch sollte in kleinen Dosen mehrmals täglich eingesetzt werden. Die jeweilige Darreichungsform sollt möglichst lange im Mund und im Rachen auf die Schleimhäute einwirken. Hierzu können Bonbons und Lutschtabletten sowie Tee, Saft oder Sirup verwendet werden. Bei der Zubereitung von Eibisch sind einige wesentliche Punkte zu beachten:

  • Während die Eibischblätter entgegen früherer Ratschläge in Form eines Tees mit heißem Wasser übergossen werden können, sollten die grob zerkleinerten Wurzeln für die innerliche Anwendung mit kaltem Wasser in Form eines Kaltwasserauszuges zubereitet werden. Dazu wird
  • Kocht man die Wurzel in heißem Wasser, verkleistert nämlich die enthaltene Stärke und verhindert das Herauslösen der gewünschten Schleimstoffe.

Eibisch zeigt eine sehr gute Verträglichkeit und Sicherheit, ist dementsprechend auch für Kinder geeignet. Vorsicht ist im Zusammenhang mit Interaktionen gegeben: denn Eibisch sollte mit zeitlichem Abstand zu anderen Arzneimitteln eingenommen werden, um eine verminderte Aufnahme von gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln ausschliessen zu können.

Quelle: Teedrogen und Phytopharmaka. Max Wichtl.

Share.

About Author

Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Comments are closed.