Dyslipidämie – kardiovaskulärer Risikofaktor

0

Dyslipidämie – Erhöhung von LDL-Cholesterin- und/oder Triglycerid-Werten oder niedrigem HDL-Spiegel – ist ein wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor.

Als Dyslipidämie bezeichnet man eine Erhöhung von LDL-Cholesterin- und/oder Triglycerid-Werten oder einen niedrigen HDL-Spiegel. Alle diese Faktoren tragen zur Entwicklung einer Arteriosklerose bei. Diagnostiziert wird eine Dyslipidämie durch Messung der Plasmaspiegel von Gesamtcholesterin, Triglyceriden und Lipoproteinen, die Ursachen werden in primäre – bei erblicher Veranlagung –  oder sekundäre eingeteilt. Die ersten, effektiven Behandlungsmaßnahmen sind Lebensstiländerungen mit richtiger Ernährung und körperlicher Bewegung. In weiterer Folge kommen lipidsenkende Medikamenten zum Einsatz.

 

Dyslipidämie – Erkrankung des Cholesterinstoffwechsels

Grundsätzlich steigt im Alter der Lipoprotein-Spiegel leicht an. Daher steigen auch die Lipide – vor allem das schlechte Low-Density-Lipoprotein-(LDL)-Cholesterin – an. Bei Männern ist der Spiegel gewöhnlich ein wenig höher, bei Frauen steigt er nach den Wechseljahren stärker an. Die hohe Lipoproteinkonzentration kann zur Dyslipidämie führen, wobei Cholesterin- und / oder Triglyzeridwerte betroffen sein können. Von einer Hyperlipoproteinämie oder Hyperlipidämie spricht man, wenn ein auffällig hoher Spiegel für Gesamtcholesterin vorliegt – bezogen auf Low-Density-Lipoprotein (LDL)-Cholesterin oder Triglyzeride bezieht, sowie auffällig niedrige Spiegel für „das gute‟ High-Density-Lipoprotein (HDL)-Cholesterin.

 

Dyslipidämie erhöht Herz-Kreislaufrisiko

Dyslipidämie ist als kardiovaskulärer Risikofaktor bekannt. Speziell das LDL-Cholesterin ist hinsichtlich der Reduktion des kardiovaskulären Risikos von Bedeutung. Ein sehr hohes Risiko haben vor allem Patienten mit diagnostizierter koronarer Herzerkrankung, Schlaganfallpatienten, Patienten mit peripherer Verschlusskrankheit PAVK, Diabetiker vom Typ-1 oder Typ-2 mit Endorganschäden, Patienten mit Nephropathie oder progredienter ischämischer Herzkrankheit trotz LDL-Cholesterinwerte unter 100 mg/dl. Um die optimalen Cholesterinwerte zu erreichen, stehen die sogenannten Statine, der Wirkstoff Ezetrol sowie die neuen PCSK9-Inhibitoren.

Es ist für die Behandlung der Dyslipidämie notwendig, die medikamentöse Therapie bis zum Erreichen der Leitlinien-Zielwerte fortzusettzen, um das kardiovaskuläre Risiko effektiv zu reduzieren. Für Patienten mit einem sehr hohen Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse besteht ein LDL-C-Zielwert von < 70 mg/dl. Entsprechend verschiedener aktueller Leitlinien zur Therapie wird darüber hinaus bei Patienten mit einem Ausgangs-LDL-C von 70 bis 100 mg/dl und sehr hohem Risiko bzw. bei einem Ausgangs-LDL-C von 100 bis 200 mg/dl und einem hohen Risiko eine Reduktion des LDL-C-Werts um mehr als 50 % empfohlen.

 

Share.

About Author

Rainer Müller

Comments are closed.