Die Heilwirkung der Birke

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Die blutreinigende, harntreibende und Nierenfunktion anregende Heilwirkung der Birke ist seit Jahrhunderten bekannt – mancherorts sogar als Potenzmittel.

Die Birke – wissenschaftlich Betula genannt – mit ihrer leuchtend weißen Rinde ist allseits gut bekannt. Sie symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und Jungfäulichkeit und wird bei uns bekannt im Frühling als Maibaum aufgestellt.

Vielen Menschen ist die Heilwirkung nicht bekannt. Sie kennen den Baum mit den wurstförmigen Blüten eher als Verursacher von Allergien – der Birkenallergie. Pharmakologisch interessiert ist das Blatt der Birke, welches in jungem, frischem Zustand geerntet werden muss. Die Oberseite der getrockneten Blattbruchstücke ist dunkelgrün, die Unterseite heller grün gefärbt und die Blattnerven treten deutlich hervor. Die Birkenblätter der größeren Hängebirke sind dicht drüsig punktiert, die der kleineren Moorbirke tragen nur wenige Drüsen, sind jedoch auf beiden Blattseiten etwas behaart.

 

Heilwirkung der Birke bei Rheuma und Infektionen des Urogenitaltraktes sowie der Niere

Hauptsächlich werden Birkenblätter und Blattknospen als Tee angewendet, so finden sich im Rheumatee von Pfarrer Weidinger aber auch in zahlreichen anderen Zubereitungen Birkenblätter, denn diese wirken stark harntreibend und sollen deshalb gut gegen Rheuma und Gicht aber auch andere Stoffwechselerkrankungen helfen. Bei intensiver Anwendung über viele Wochen soll Birkenblätter-Tee sogar Nierensteine auflösen können, wenngleich es dafür keine eine wissenschaftliche Überprüfung gibt.

Birkenblätter (Betulae folium) der meisten Birkenarten enthalten nennenswerte Mengen an Flavonoiden, Saponinen, Gerbstoffen, ätherischen Ölen und Vitamin C. In Mitteleuropa wurde früher vor allem die heimische Sandbirke in der Volksmedizin genutzt, da ihre Bestandteile als blutreinigend, harntreibend und anregend bezüglich der Ausscheidungsfunktion der Niere.

Verwendet werden die Blätter, die Blattknospen und der Birkensaft, der durch Anzapfen gewonnen wird und als besonders wirksam gilt. Fließende soll auch gegen Haarausfall effektiv sein, weshalb früher Birkensaft zur Herstellung von Birken-Haarwasser verwendet wurde, wobei der Saft äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden kann.

Übrigens können Birkenblätter – ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Baumblättern – gegessen werden. Der oben beschriebene Birkensaft ist und wird durch Gärung zum Birkenwein – ein in manchen Gegenden Europas nach wie vor beliebter bäuerlicher Trank. Dort setzen vor allem auch Männer gerne auf die Heilwirkung der Birke und wenden Birkenwein auch als natürliches Potenzmittel mit Rauschzustand an.

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MEDMIX Online-Redaktion

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