Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 2017 in Berlin

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Deutscher Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 2017 in Berlin: Aktuelle Erkenntnisse zu psychosomatischer Gesundheit und Krankheit.

Von den neuesten Standards bei der Behandlung von Depressionen, Zwangs- und Essstörungen bis hin zu aktuellen Erkenntnissen zum wechselseitigen Einfluss von psychischem Stress und körperlichen Erkrankungen: Rund 1200 Ärzte und Wissenschaftler aus den Fachgebieten Psychosomatik und ärztliche Psychotherapie kommen Ende März in Berlin zusammen, um sich auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie fortzubilden und über neue Erkenntnisse in ihrem Fach zu diskutieren. Der Kongress findet vom 22. bis 24. März 2017 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin statt. Öffentlich zugänglich ist die Kongresseröffnung, bei der unter anderem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe spricht. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, den 22. März 2017 zu besuchen.

Psychische Störungen sind längst mehr als nur individuelles Schicksal. Sie rücken zunehmend als gesamtgesellschaftliches Thema in den Fokus. So sind nach Erhebungen der Bundespsychotherapeutenkammer psychische Störungen mittlerweile der zweithäufigste Grund für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle und der häufigste Grund für Frühverrentung. „Die Psychosomatische Medizin und Psychotherapie gehört zu den am stärksten wachsenden Fachgebieten“, sagt Kongresspräsident Professor Dr. med. Dipl.-Psych. Bernd Löwe, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des UKE Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Chefarzt an der Schön Klinik Hamburg Eilbek. „In den Jahren von 2010 bis 2016 etwa stieg die Zahl der stationären psychosomatischen Therapieplätze in den Krankenhausplänen bundesweit um 21 Prozent – dennoch reichen diese Kapazitäten weiterhin nicht, um alle Patienten so zeitnah zu versorgen, wie es notwendig wäre.“

Eines der zentralen Themen des diesjährigen Kongresses befasst sich mit der Erstbehandlung psychisch Erkrankter: Bei gesundheitlichen Problemen – auch bei psychischen – ist gewöhnlich die Hausärztin oder der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Tatsächlich wird ein Großteil der Menschen mit psychischen Krankheiten sogar ausschließlich von Hausärztinnen und Hausärzten behandelt – auch weil Therapieplätze rar sind. „Dieser Umstand wirft Fragen auf, mit denen wir uns beschäftigen müssen: Wie gut sind Menschen mit Depressionen, Ess- und Angststörungen bei Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern aufgehoben? Welche psychischen Erkrankungen können in der hausärztlichen Versorgung wirksam behandelt werden? Und wann ist eine Behandlung beim Facharzt oder der Fachärztin für Psychosomatische Medizin oder Psychotherapeuten unausweichlich?“, so Kongresspräsident Professor Löwe. „Diese Fragen werden wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Psychotherapeuten, Allgemein­medizinern sowie Patienten- und Kassenvertretern diskutieren.“

Das wissenschaftliche Programm des Kongresses deckt das gesamte Spektrum der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie ab: Von den neuesten Standards bei Diagnostik und Behandlung von Depressionen, psychosomatischen und somatopsychischen Erkrankungen, bei Angst- und Zwangserkrankungen, Essstörungen sowie süchtigem oder impulsivem Verhalten bis hin zu aktuellen Erkenntnissen über die Wechselwirkung zwischen Psyche und Soma. So befassen sich verschiedene Veranstaltungen mit den psychischen Belastungen, die mit chronischen Krankheiten oder Krebs einhergehen und beleuchten, inwieweit die Psyche den Verlauf dieser Erkrankungen positiv beziehungsweise negativ beeinflussen kann. Auch diskutieren die Expertinnen und Experten über die Frage nach der Psyche als (Mit)-Auslöser körperlicher Beschwerden wie beispielsweise dem Reizdarmsyndrom.

Der gemeinsame Kongress des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie (DGPM) findet unter dem Kongressmotto „Psyche-Soma. Mensch-System.“ vom 22. bis 24. März 2017 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin statt. Ärzte/Innen und Psychologen/Innen haben dort die Möglichkeit, sich in insgesamt 167 Veranstaltung fortzubilden. Die Eröffnungsveranstaltung am 22. März 2017 ist öffentlich. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe spricht dort zum Thema „Zukünftige Versorgung von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Störungen in Deutschland: Perspektiven für die nächsten zehn Jahre“. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Eröffnungsveranstaltung zu besuchen.

Weitere Informationen: http://deutscher-psychosomatik-kongress.de/

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