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MEDMIX 05/2009

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­Stroke Units in Österreich vorbildlich
In Österreich erleiden 24.000 Menschen jährlich einen Schlag­anfall. Nach dem Herzinfarkt ist der Hirnschlag Todesursache Nummer Zwei und häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung.
„Wenn auch die Zahl der Schlaganfälle kontinuierlich zunimmt, so können wir doch erhebliche Fortschritte verzeichnen, was die Sterberate aufgrund eines Schlaganfalls betrifft“, betonte Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilfried Lang, Präsident der Österr. Gesellschaft für Schlaganfall-Forschung (ÖGSF). Zwischen 1970 und 2008 ist die Schlaganfall-Sterblichkeit um fast 80%. Dafür maßgeblich sei die hierzulande im internationalen Vergleich vorbildliche Ausstattung mit Stroke Units. „34 solcher Einrichtungen in insgesamt 31 Krankenhäusern gewährleisten in Österreich bereits eine flächendeckende Versorgung. Schon heute ist es möglich, Patienten innerhalb einer Transportzeit von meist weniger als 45 Minuten in eine Stroke Unit zu bringen“, sagt Prof. Lang. „Es wäre wünschenswert, dass hier auch die letzten Lücken bald geschlossen werden.“
Neben der flächendeckenden Verfügbarkeit ist es auch die einheitlich hohe Strukturqualität, die alle österreichischen Stroke Units auszeichnet.
So können heute 65% der Patienten mit akutem Schlaganfall innerhalb von drei Stunden versorgt werden, weil die Transporte immer rascher erfolgen. Mehr als 40% der Betroffenen kommen sogar innerhalb von nur 90 Minuten nach Eintritt des Ereignisses in das Spital. Neue Daten zeigen, dass ein Zeitfenster von 4,5 Stunden ausreichen kann. Doch trotz dieser neuen Einsichten sei laut Prof. Lang rasches Handeln in jedem Fall wichtig.

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