Der Gute Heinrich

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Der Name » Der Gute Heinrich « – Chenopodium bonus-henricus L. – geht darauf zurück, dass Geistwesen früher als »Heinrich« bezeichnet wurden.

Spinat und Mangold, Rote Rüben – die Familie der Gänsefußgewächse umfasst eine Vielzahl an Gewächsen, die für den Menschen seit alters her eine große Bedeutung haben – dazu zählt auch der Gute Heinrich.

 

Chenopodium bonus-henricus

Früher wurden viele Pflanzen mit diversen Kräften, die durch Elfen oder Kobolde bewirkt wurden, in Verbindung gebracht. Wenn solche Pflanzen positive Wirkungen zeigten, so sah man sie als gut an. So war dies auch beim einjährigen Chenopodium bonus-henricus, was im Artnamen zum Ausdruck kam, wobei der Gute Heinrich – auch als Grüner Heinrich und Wilder Spinat bezeichnet – in ganz Europa anzutreffen ist beziehungsweise war. War deswegen, da der Gute Heinrich mittlerweile vom Aussterben bedroht ist und in einigen Gebieten deswegen auf dementsprechenden roten Listen steht. Grundsätzlich hat die Pflanze seinen Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa.

Durch Siedler wurde der Gute Heinrich – ein etwa 50 cm hohes, etwas mehlig bestäubtes und klebriges Kraut – auchin Nordamerika verbreitet. Die unscheinbaren Blüten enthalten teils Staubgefäße und Stempel, teils nur Stempel, die dreieckig spießförmigen Blätter sind stachelspitzig. Seine Blütezeit hat der Gute Heinrich von April bis Oktober, er wächst an Wegen, verschiedenen Stein- und Sandplätzen sowie in Ställen.

Für den Landwirt ist der Gute Heinrich Unkraut, denn auch sein Weidevieh meidet die Pflanze. Das Kraut und die Wurzel enthalten Kämpferol, Kaffeesäure, Ferulasäure, Histamin und Saponine und wurden früher arzneilich gegen Hauterkrankungen, Entzündungen, Verstopfung und Geschwulsten eingesetzt – auch aufgrund seiner blutreinigenden und aber leicht abführenden Wirkungen (letzteres durch die Samen). Der Gute Heinrich zeichnet sich durch einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt aus –bereits 50 g der Pflanze können den Tagesbedarf eines Erwachsenen abdecken – und ist reich an Eisen und anderen Mineralstoffen. [21] Auch gegen Wurminfektionen wurde sie verwendet (Anthelminthikum).[21] Die Samen gelten als ein schwaches Abführmittel.

Der Gute Heinrich ist der wilde Vorfahre der heutigen Spinatpflanze und wurde bereits im Mittelalter in der Küche als Gemüse oder als Salat konsumiert. Auch heute wird er noch ab und zu als eine Art Wildspinat gegessen, wobei hier allerdings nur die jungen Blätter genießbar sind.

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Lena Abensberg

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