Dengue-Fieber in Thailand

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In Thailand wurden landesweit seit Anfang des Jahres rund 4.180 Infektionen mit Dengue-Fieber gemeldet, neun Menschen sind verstorben.

Besonders vom Dengue-Fieber betroffen ist die Region um Bangkok und der Süden des Landes. Experten raten Reisenden dazu, sich vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken mit mückenabweisenden Substanzen und entsprechender Kleidung zu schützen.

In Thailand ist es im vergangenen Jahr mit mehr als 50.030 Erkrankungen und 59 Todesfällen zu den höchsten Fallzahlen seit 20 Jahren gekommen. „Die Hauptübertragungszeit für Dengue-Infektionen sind die Monate Juli und August, also die Monate während und nach der Regenzeit. Vor diesem Hintergrund ist auch in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen“, sagt Professor Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Aber ein Infektionsrisiko besteht in Thailand wie in ganz Südostasien ganzjährig. Wir raten Reisenden in dieser Region daher immer dazu, sich vor den Überträger-Mücken zu schützen.“ Die Übertragung des Dengue-Virus erfolgt durch die tagaktive asiatische Tigermücke.

Sinnvoll ist als Mückenschutz das Tragen heller und möglichst geschlossener Kleidung. Da Moskitos durch dünne Materialien hindurchstechen können, kann es sinnvoll sein, feines Gewebe zusätzlich mit einem Insektenschutz zu imprägnieren. Zum Auftragen auf freie Hautstellen eignen sich zudem Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent. Diese bieten mindestens drei Stunden lang Schutz gegen die meisten stechenden Insekten. „Wer während oder nach einer Reise in Südostasien trotz Mückenschutz grippeähnliche Symptome aufweist, sollte diese unbedingt bei einem Arzt abklären lassen“, empfiehlt Professor Jelinek.

Denn etwa zwei bis zehn Tage nach einer Infektion mit Dengue-Fieber durch einen Mückenstich tritt eine grippeähnliche Erkrankung auf: Hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein Druckschmerz hinter dem Auge sind typische Symptome. Oft kommt es zusätzlich zu einer flüchtigen Hautrötung. Obwohl das Fieber und die Schmerzen nach etwa einer Woche abklingen, leiden die Patienten meistens noch mehrere Wochen unter allgemeiner Abgeschlagenheit. „Die erstmalige Erkrankung an Dengue verläuft in aller Regel gutartig“, sagt der Reisemediziner. „Das Tückische an der Krankheit ist jedoch, dass bei einer zweiten oder dritten Infektion die Patienten sehr schwer erkranken können.“ Oftmals treten dann innere Blutungen und Schocksymptome auf, obwohl die erste Erkrankung Jahre zurückliegt. Reisende seien davon jedoch sehr selten betroffen, betont der Experte.

Quelle: CRM Centrum für Reisemedizin – www.crm.de

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