Hüftgelenk-Arthrose – bei rheumatischem ­Hüftgelenk hilft Bewegung

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Bei der Hüftgelenk-Arthrose – Coxarthrose – tritt ein belastungsabhängiger Schmerz direkt im Hüftgelenk auf, der sich vor allem auf die Leiste projiziert.

Das rheumatische Hüftgelenk ist wetterfühlig. Million deutschsprachige Betroffene leiden deswegen unter der kühlen und feuchten Witterung ganz besonders. Für das Gesundheitssystem entstehen durch die Hüftgelenk-Arthrose beziehungsweise Coxarthrose sehr hohe Kosten. Die ­richtige Bewegung kann beträchtliche Hilfestellung bieten.

 

Hüftgelenk und Hüftgelenk-Arthrose / Coxarthrose

Das Hüftgelenk – bestehend aus Hüftpfanne (Acetabulum) und Hüftkopf (Caput femoris) – ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Becken und dem Oberschenkelknochen. Hüftgelenke ermöglichen die Bewegung der Beine und damit letztendlich das Gehen bei gleichzeitiger Stabilisierung des Körpers.

Durch die lebenslange Belastung des knorpeligen Gelenküberzugs ist das Risiko für eine sogenannte Coxarthrose – der Hüftgelenk-Arthrose – beträchtlich. Durch mangelnde Bewegung und Übergewicht sowie durch eine zunehmend älter werdende Gesellschaft ist die Coxarthrose immer verbreiteter und bildet damit einen großen Behandlungsanteil und auch Kostenfaktor in der orthopädischen Medizin.

Das Hüftgelenk ist das zweitgrößte der rund 100 Gelenke des menschlichen Körpers und ermöglicht eine Vielzahl von Bewegungsabläufen. Der Druck, der auf den Hüften lastet, beträgt das 5fache des Körpergewichtes und wird vom Gelenkknorpel wie ein Stoßdämpfer abgefangen.

Übergewicht, höheres Alter, angeborene Fehlstellungen wie X- und O-Beine, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Überbeanspruchung wie Leistungssport, schlechte Haltung oder körperliche Schwer­arbeit sowie ein schlecht verheilter Bruch können im Lauf der Zeit die schützende Knorpelschicht schädigen: eine Arthrose entsteht. Auch ­eine Gelenkentzündung (rheumatoide Arthritis) ist häufig Ursache für schmerzhafte Bewegungseinschränkungen.

Tägliches Bewegungstraining bei Coxarthrose

Für viele Menschen mit abgenütztem (Arthrose) oder entzündetem (rheumatoide Arthritis) Hüftgelenk sind einfachste alltägliche Tätigkeiten wie Treppen (hinunter)steigen, Schuhe zubinden und Fußnägel schneiden nur noch unter Schmerzen oder manchmal gar nicht mehr möglich.

Regelmäßiges – das heißt tägliches – Bewegungstraining kann neben physikalischer und medikamentöser Therapie sowie ­Gewichtsreduktion die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit wieder verbessern. Neuer Schwung für Hüfte und Alltag kann mithilfe von Bewegungs­übungen erreicht werden.

Bewegungsübungen sollten zum täglichen Leben eines Rheumatikers gehören wie Essen und Trinken. Gelenk-entlastende Bewegungen und die richtige Körper­haltung sind grundlegend für den Trainingseffekt dieser Übungen. Betroffene sollten sich aber unbedingt von einem Experten beraten bzw. einschulen lassen.

Zusätzlich empfiehlt sich eine Bewegungs­therapie im warmen Wasser – z.B. in einem Thermalbad. Der Auftrieb des Körpers im Wasser ermöglicht eine Verbesserung der Beweglichkeit, da eine Entlastung der Gelenke erfolgt.

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Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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