Cholesterin-Werte bei Diabetes

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Bei Diabetes sollten die Cholesterin-Werte regelmäßig untersucht werden zur Risikoreduktion von Gefäßverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gefäßverkalkung und in Folge Herz-Kreislauf-Erkrankungen können durch erhöhte Cholesterin-Werte   verursacht werden. Bei Menschen mit Diabetes ist das umso problematischer, da die Patienten sowieso ein höheres kardiovaskuläres Risiko haben. Diabetiker sollten deswegen niedrigere Cholesterin-Werte für LDL-Cholesterin im Blut anstreben: Die Empfehlung diverser Leitlinien liegt für das LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl (2,5 mmol/l). Wenn ein sehr hohes Risiko – wie beispielsweise nach Herzinfarkt – besteht, so sollte das LDL-Cholesterin auf unter 70 mg/dl (1,8 mmol/l) gesenkt werden.

 

Cholesterin-Werte als Folge einer Fettstoffwechselstörung

Zu hohe Cholesterin-Werte sind meist die Folge einer Fettstoffwechselstörung. Diese kann erblich, aber auch durch Übergewicht oder Alkoholkonsum bedingt sein. Fast die Hälfte aller Menschen, bei denen Diabetes Typ 2 neu diagnostiziert wird, und etwa jeder Fünfte seit 20 Jahren an Typ-1-Diabetes Erkrankte weist eine Fettstoffwechselstörung auf. Deswegen sollten Diabetes-Patienten ihre Blutfettwerte, dazu zählen HDL- und LDL-Cholesterin (Fettbegleitstoffe) und Triglyceride (Blutfette), mindestens einmal im Jahr prüfen lassen.

 

Lebensstil für gute Cholesterin-Werte

Durch Änderung des Lebensstils können hohe Cholesterin-Werte hat sehr gut reduziert werden. Dazu gehört auch Nichtrauchen, denn Tabakrauch verändert die Zusammensetzung der Blutfette, da dadurch die Menge des LDL-Cholesterins steigt, während sich die Menge an HDL-Cholesterin verringert. LDL-Cholesterin gilt als „schlechtes Cholesterin“, da es Ablagerungen an den Gefäßwänden begünstigt. Das herzschützende HDL-Cholesterin wirkt diesem Effekt entgegen. Körperliche Bewegung steigert das ‚gute‘ HDL-Cholesterin langfristig und senkt gleichzeitig das „schlechte“ LDL-Cholesterin und die Triglyceride im Blut.

Zwar nimmt der Körper nur zehn Prozent des Cholesterins über die Nahrung auf und stellt die übrigen 90 Prozent in erster Linie über die Leber her. Dennoch kann eine kalorien- und fettbewusste sowie ballaststoffreiche Ernährung das LDL-Cholesterin um ca. 8 bis 10 Prozent senken. Fettes Fleisch, Innereien, Meeresfrüchte und Käse sollten nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan stehen, ungesättigte Fettsäuren aus Oliven- und Rapsöl oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Nüssen oder Kaltwasserfischen sind stattdessen geeignet, da durch letztere die schädlichen LDL-Werte gesenkt und die HDL-Cholesterin-Werte erhöht werden können.

 

Medikamentöse Maßnahmen zur Senkung der Cholesterin-Werte

Häufig reicht eine alleinige gesunde Ernährung nicht aus, um die LDL-Cholesterin-Werte in den Zielbereich zu bringen. Dann können zusätzlich Medikamente wie Statine und die neuen PCSK9-Hemmer zur Anwendung.   

Quelle und weitere Infos:

http://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes/diabetes_lexikon/a_z/cholesterin/

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