Calcium und Calcium-Salze für Zähne und Knochen

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Calcium ist ein wichtiger Baustein für Zähne und Knochengewebe, maßgebend für die Blutgerinnung sowie zur Reizübertragung im Nervensystem erforderlich.

Verschiedene Fachgesellschaften empfehlen, dass Jugendliche im ­Alter von 13–18 Jahren 1.000–1.200 mg Calcium und Erwachsene 800–1.000 mg Calcium täg­lich aufnehmen sollen. Milch ist mit 1.200 mg pro Liter besonders calciumreich, jedoch enthält Vollmilch 3,5% Fett. Im Sinne der damit zugeführten Energie kann man auch Magermilchprodukte konsumieren, die ebenso viel des sogenannten Mengenstoffes (und nicht Spurenelements) liefern.

 

Calcium wichtig im Wachstum

Während des Wachstums der Jugendlichen wird etwa die Hälfte der Knochenmasse gebildet. Diese in der Jugend erreichte maximale Dichte der Knochen ist entscheidend für das spätere Ausmaß der altersbedingten Osteoporose – des Knochenschwundes.

Die gewünschte Zufuhr der empfohlenen Mengen an Calcium wird meist nicht erreicht, denn der Milchkonsum ist rück­läufig und die tatsächliche Aufnahme bzw. Speicherung im Körper erfolgt sehr ­unterschiedlich.

Diese Vorgänge der Resorption können viele Faktoren beeinflussen, einerseits die so genannten endogenen im Organismus selbst, wie der vorhandene Spiegel an Vitamin D beispielsweise, andererseits die exogenen, betreffend die zugeführte Calciummenge und zudem, die Bestandteile der Nahrung, welche die Calciumaufnahme fördern oder hemmen.

 

Unterschiede von Calcium in Milch und Pflanzen

Günstig wirkt Calcium in der Milch, hingegen ist der mengenmäßig im menschlichen Organismus am stärksten vertretene Mineralstoff in Pflanzen – wegen der in Spinat, Rhabarber enthaltenen Oxalsäure oder Phytinsäure in der Kleie des Getreides sowie anderen Ballaststoffen – schlecht verwertbar.

Milch und Milchprodukte wie Butter und Käse enthalten sehr viel Calcium. Es kommt aber auch in hartem Trinkwasser, Eiern und verschiedenen Gemüsesorten und Pflanzen wie Sesam – teilweise in großen Mengen – vor. Man sollte auch auf das Verhältnis zu Magnesium achten, das etwa 2:1 ausmachen sollte.

Calciumreiche Gemüse sind Grünkohl, Brokkoli, Fenchel usw. Obstsorten, wie Ribisel, Orangen, Brombeeren enthalten viel Calcium. Durchschnittlich werden nur 20–25% des Calciums aus den zugeführten Lebensmitteln aufgenommen.

 

Überdosierung mit Calcium

Vor einer Überdosierung an Calcium braucht man sich grundsätzlich nicht fürchten. Ein Zuviel an Calcium wird vom Körper über den Stuhl ausgeschieden, wobei es zu Magendarm-Problemen wie Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen kommen kann und ein Flüssigkeitsmangel die Folge sein kann. Ein langfristig erhöhter Calcium-Spiegel – die sogenannte Hyperkalzämie – muss allerdings ärztlich abgeklärt werden. Im Sinne möglicher Gallen- und Nierensteine, Magengeschwüre sowie Nierenverkalkung ist dies problematisch. Diuretika und Lithium aber auch Vitamin D können dafür verantwortlich sein.

 

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Axel Rhindt

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