Bewährte Tipps bei Hämorrhoiden

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Im allgemeinen Sprachgebrauch meint man mit Hämorrhoiden die vergrößerten Gefäße, die bluten und ab einer gewissen Stufe auch nach unten sinken.

Wer von Hämorrhoiden spricht, meint in den wenigsten Fällen die normalen Ringpolster aus Blutgefäßen, die zum Verschlussmechanismus des Darms gehören und damit ein Bestandteil der menschlichen Anatomie sind. Im täglichen Sprachgebrauch sind damit die vergrößerten Gefäße gemeint, die bluten und ab einer gewissen Stufe auch nach unten sinken. Meist werden die Beschwerden von Jucken, Schleimabsonderung, einem brennenden Gefühl und dem Gefühl, dass der Darm nicht ganz leer ist, begleitet.

Blut im Stuhl kann jedoch auch auf eine entzündliche Darmerkrankung, eine Infektion oder einen Tumor hinweisen, so dass man in jedem Fall einen Arzt konsultieren sollte. Der letzte Schritt bei Hämorrhoiden kann eine Operation sein. Aber vorher kann man bei der entsprechenden Diagnose selbst schon einiges unternehmen, damit es nicht soweit kommt.

 

OPC – Oligomere Proanthocyanidine

Hinter der Abkürzung OPC verbergen sich Oligomere Proanthocyanidine, die in Traubenkernen, Beeren und anderen Pflanzen vorkommen. Unter anderem ist OPC in der Lage, die Produktion von Kollagen und Elastin anzuregen und so die beschädigte Haut zu heilen. Das verringert die Entzündung, die Blutung und den Juckreiz, denn das Gewebe wird stabilisiert. Die Hautreizungen werden durch die entzündungshemmenden Eigenschaften reduziert, wodurch die Heilung bei Hämorrhoiden unterstützt werden soll.

 

Viel Bewegung

Da die Entstehung von Hämorrhoiden durch langes Sitzen oder Stehen begünstigt wird, ist in jeder Phase der Behandlung ausreichende Bewegung unabdingbar. So kommt nicht nur der Kreislauf, sondern auch die Verdauung in Schwung. Das reduziert die Gefahr einer Verstopfung und eines harten Stuhls. Beides trägt dazu bei, dass man auf der Toilette presst, was wiederum die Entstehung von Hämorrhoiden fördert.

 

Ballaststoffreiche Ernährung

Diese sorgt dafür, dass der Stuhl weich ist und man beim Stuhlgang nicht pressen muss. Hier haben sich besonders Roggen- oder Weizenvollkornbrot, indische Flohsamenschalen, Leinsamen, Weizenkleie, Kichererbsen, oder getrocknete Früchte wie Pflaumen oder Datteln bewährt.

Bei einer Ernährungsumstellung sollte man jedoch die Verdauung langsam an die zusätzlichen Ballaststoffe gewöhnen. Das bedeutet, dass man nach und nach den Anteil an Getreide, Obst und Gemüse erhöhen und Fett, Fleisch und Wurst reduzieren sollte. Mit einer solchen Ernährungsumstellung tut man nicht nur seiner Verdauung einen Gefallen, sondern auch dem allgemeinen Wohlbefinden. Denn man nimmt so deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe zu sich. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit und Vitalität aus.

Zudem sollte man auf scharfe Gewürze verzichten, denn diese irritieren die empfindliche und gereizte Haut zusätzlich. Gleichzeitig sollte man viel trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüssten Kräutertee. Denn sonst wirken die Ballaststoffe zusätzlich stopfend. Ein wirksames Mittel ist auch, morgens zwei Esslöffel Bio-Apfelessig in einem Glas Wasser auf nüchternen Magen trinken.

 

Sitzbäder bei vergrößerten Hämorrhoiden

Bei vergrößerten Hämorrhoiden haben sich Sitzbäder mit Eichenrinde oder Kamille bewährt. Eichenrinde enthält Gerbstoffe und diese wirken zusammenziehend und austrocknend. Kamille beruhigt die Haut und wirkt entzündungshemmend. Danach kann man die betroffenen Stellen mit Kokosöl, Ringelblumen – oder Kamillensalbe eincremen.

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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