Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A

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­Beta-Carotin gilt als sichere Vitamin-A-Quelle – Vitamin-A-Vorstufe ist eine wichtige Rolle bei der generellen Versorgung mit Vitamin A.

Eine Vitamin A-Mangelversorgung könnte durch eine angemessene Aufnahme von Beta-Carotin in natürlich vorkommender Form, in angereicherten Lebensmitteln und/oder in Nahrungsergänzungsmitteln geschlossen werden. Ergebnisse aktueller Ernährungserhebungen zeigen jedoch, dass auch die Beta-Carotin-Aufnahme mit der Nahrung in weiten Teilen der Bevölkerung ebenfalls unzureichend ist. Außerdem könnte es sein, dass viele Menschen aufgrund genetischer Veranlagung nur vermindert fähig sind, ausreichende Mengen an Vitamin A aus Beta-Carotin zu bilden.

 

Zufuhr von Beta-Carotin erhöhen

Dementsprechend fordern Experten eine Gewährleistung der empfohlenen Beta-Carotin-Aufnahme und bei Nichterreichen derzeit geltenden Zufuhrempfehlungen für Vitamin A eine Erhöhung der Beta-Carotin-Zufuhr. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass mindes­tens 95 Prozent der Bevölkerung eine angemessene Menge an Gesamt-Vitamin-A zu sich nehmen.

Die eingenommenen Mengen von Vitamin A und Beta-Carotin sind oft bedenklich gering. Wobei Vitamin A unentbehrlich für Wachstum und Entwicklung ist – weiters für das Immunsystem, das Sehen und andere Funktionen im Körper.

In bestimmten Lebenssituationen – beispielsweise während der Schwangerschaft und Stillzeit – spielt Vitamin A eine besonders wichtige Rolle und es wird eine Erhöhung der Retinol-Zufuhr empfohlen, um die gesunde Entwicklung des Kindes zu unterstützen. In mehreren Ländern durchgeführte Studien lassen den Schluss zu, dass die Einnahmegewohnheiten in Europa, den USA und Asien sehr unterschiedlich sind. Nationale Erhebungsdaten zeigen, dass die Aufnahmemenge von vorgebildetem Vitamin A (Retinol) – das als solches nur in tierischen Produkten vorkommt (vor allem in Leber) – oftmals bedenklich gering ist und nicht den Empfehlungen entspricht.

Zu den anfälligsten Gruppen für einen Vitamin A-Mangel zählen vor allem Schwangere, stillende Mütter, Neugeborene, Kinder mit häufigen Infektionen, junge Frauen, Senioren und Menschen, die keine tierischen Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Nationale Verzehrstudien lassen darauf schließen, dass Beta-Carotin – als Vitamin A-Vorstufe – erheblich dazu beitragen kann, die unzureichende Vitamin A-Versorgung in weiten Teilen der Bevölkerung auszugleichen. Studien aus Europa, den USA und Asien zeigen aber auch, dass ein großer Teil der Bevölkerung weniger als die notwendige Beta-Carotin-Menge zu sich nimmt, um die niedrige Vitamin A-Zufuhr aus Nahrungsquellen für vorgebildetes Vitamin A auszugleichen.

Neue Belege weisen darauf hin, dass suboptimale Vitamin A- und Beta-Carotin-Werte – sogar weit höhere Werte als solche, die klinische Mangelerscheinungen hervorrufen – Risikofaktoren für diverse chronische Krankheiten darstellen.

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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