Bauchschmerzen haben oft psychische Ursachen

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Bauchschmerzen kommen sehr oft vor. Oft verschwinden die Beschwerden nach relativ kurzer Zeit ohne Behandlung. Die Ursachen sind nicht immer gleich erkennbar.

Grundsätzlich können die auch als Abdominalschmerzen bezeichneten Beschwerden auf verschiedene Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, der Nieren und Harnwege sowie anderer Organe hinweisen. Durch Menstruationen verursachte Bauchschmerzen treten zyklusabhängig auf.

Statt organischer Auslöser können aber auch psychische Ursachen zu Bauchschmerzen führen. Bei Bestehen einer solchen Sensibilität beziehungsweise Empfindlichkeit im Magen-Darm-Trakt spricht man auch von Reizdarm oder Reizmagen. Das sogenannte Reizdarmsyndrom, das zu den häufigsten und zugleich auch am wenigsten bekannten Erkrankungen der westlichen Welt gehört, ist dementsprechend oft mit Bauchschmerzen vergesellschaftet.

Reizdarmsyndrom und Abdominalschmerzen

Beim Reizdarmsyndrom leiden die betroffenen Patienten unter verschiedenen anhaltenden Bauchbeschwerden – wie Blähungen, Schmerzen, Durchfälle oder Verstopfung.

Nicht einmal die Hälfte der Reizdarmsyndrom-Patienten geht wegen der Beschwerden zum Arzt. Das geschieht vor allem erst dann, wenn die Lebensqualität sehr unter den Beschwerden beeinträchtigt und die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist sowie wenn großer psychischer Leidensdruck besteht.

Die Abdominalschmerzen sind das Hauptkriterien für ein Reizdarmsyndrom. Sie sollten innerhalb von zwölf Wochen oder länger während der letzten zwölf Monate mit zumindest zwei der folgenden drei Kennzeichen auftreten:

  • Vermindert nach der Defäkation
  • Verbunden mit einer Änderung der Stuhlfrequenz
  • Verbunden mit einer Änderung der Stuhlkonsistenz

 

Bedeutung haben auch eine veränderte Stuhlform, Änderung der Defäkation, Gefühl der inkompletten Entleerung, Schleimbeimengung und Blähungen.

 

Magen-Darm-Beschwerden und Bauchschmerzen

Bauchschmerzen treten in vielen Fällen gleichzeitig mit anderen gastroenterolgischen Leiden wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen, Erbrechen oder Fieber auf. Wichtig ist die Art der Schmerzen und den Schmerzort herauszufinden. Vor allem Bauchschmerzen nach der Nahrungsaufnahme weisen auf Probleme im Magen-Darm-Trakt oder in der Galle hin. Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Fruchtzuckerunverträglichkeit sind ebenfalls sehr oft für Bauchschmerzen verantwortlich.

Wie man Bauchschmerzen behandeln sollte

Durch die verschiedenen unterschiedlichen Ursachen von Bauchschmerzen ergeben sich zahlreiche Maßnahmen. Leichte Bauchschmerzen können sehr gut mit Wärmeflasche und Ruhe im Bett behandelt werden. Auch verschiedene Magen-Darm-Tees können die Beschwerden lindern. Noch heftigere und anhaltende beziehungsweise wiederkehrende Abdominalschmerzen brauchen andere Maßnahmen und vor allem eine professionelle Abklärung beziehungsweise Diagnostik.

Heilpflanzen-Tees

  • Zubereitungen mit der Heilpflanze Melisse (Melissenblätter) beruhigen den Magen-Darm-Trakt, wirken gegen Blähungen und sind krampflösend.
  • Pfefferminzblätter wirken blähungstreibend, krampflösend und galletreibend.
  • Fenchel wirkt krampflösend, hilft gegen Blähungen, ist antibakteriell und fördert Magen-Darm-Motilität.
  • Koriander ist krampflösend, hilft ebenfalls gegen Blähungen, regt den Appetit an und zeigt ebenso antibakterielle Effekte.

 

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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