ATMOS Selfness Resort & Aerosol Research

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Es begann als der Kampf eines Vaters gegen den unheilbaren Gen-Defekt (Cystische Fibrose) seiner Tochter. Nun bestehen konkrete Formen in Wissenschaft sowie Bauwirtschaft und plötzlich ist die gesamte Menschheit betroffen. Am 14. Februar 2017 – dem Tag der Liebe – präsentierten Chris Müller (Direktor der Tabakfabrik Linz) und Wolf D. Prix (Coop Himmelb(l)au) die Vision vom ATMOS Selfness Resort. Ein avantgardistischer Tempel, eine Werk- und Wirkstätte der Musen, der Kreativität, der Kollaboration, zugleich ein Erholungsort für Mukoviszidose-Kranke.

Am 3. Dezember 2018, dem Eröffnungstag des UN-Weltklimagipfels, erreichte das Projekt eine neue Dimension. Auf der Suche nach dem richtigen Standort und den passenden Professionen, ist ATMOS Aerosol Research entstanden. Gemeinsam mit dem COPD-Spezialisten Prof. Rolf Ziesche erkannte man, dass die Auswirkungen der Mukoviszidose gleich anderer Lungenkrankheiten sind.

Durch die Data-Mining-Spezialisten des Unternehmens Catalysts wurde deutlich, wo die Erreger für solche Zivilisationskrankheiten zu finden sind.

ATMOS entwickelte sich von der Vision eines Vaters, der das Leben seiner Tochter retten möchte, zu einem weltumspannenden Thema: Unter den fünf häufigsten Todesursachen, betreffen drei die Lunge: COPD, Lungenkrebs sowie Lungenentzündung.

 

Stadt der Lüfte – ATMOS-Resort

ATMOS ist die Stadt der Lüfte. Ein Resort, das die besonderen klimatischen Bedingungen seines Standorts nützt, um belebende Luft durch jede Pore des avantgardistischen Tempels von Coop Himmelb(l)au ziehen zu lassen. Es ist ein Hoffnungsort, an dem betroffene Familien einen Ort des Durchatmens finden, da sie kostenlos in ATMOS urlauben können. Passend dazu wird weiter an der Krankheit und ihren Behandlungsmethoden im Resort geforscht.

Zudem verfolgt ATMOS die Vision, einen Ort zu schaffen, an dem Innovation durch Kollaboration gelingt. Das Konzept sieht die  Überlagerung unterschiedlicher Professionen und verschiedener Wirtschaftszweige vor. Wissend, dass Räume und Orte Kreativität evozieren und fördern können, soll ATMOS ein solcher Platz sein.
Die Voraussetzungen sind gegeben, sodass Ideen zum Prototypen entwickelt werden können. Im internationalen Wettstreit um die kreative Klasse braucht es besondere Orte, die das schöpferische Potential unserer Gesellschaft fördern und sichtbar machen.

Das Projekt rückt die Krankheit Mukoviszidose in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und sammelt Gelder, um betroffene Familien sofort und direkt, die Forschung hingegen langfristig zu unterstützen. Jeder gespendete Euro wird ohne Abzüge zu gleichen Teilen an die beiden Partner-Organisationen, die Cystische Fibrose
Hilfe OÖ (Soforthilfe) sowie das CF-Zentrum der Kinderklinik Wien (Forschung) weitergegeben.

 

Qualität der Atemluft nicht nur für Lungenkranke relevant

Dieser Forschungszweig ist aus der Standortsuche und den Feasibility Studies für das ATMOS Selfness Resort hervorgegangen. Durch zahlreiche Satelliten und Bodenmessstationen von NASA und ESA ist es möglich, weltweit an jedem beliebigen Ort die Partikel in der Luft zu bestimmen. Das können schädliche Aerosole
(wie Feinstaub) oder gesundheitsförderliche (wie Salzwasserpartikel) sein, die sich positiv auf jeden Organismus
auswirken.

Die Qualität der Atemluft ist nicht nur für Lungenkranke relevant – sie ist mittlerweile ein weltumspannendes Thema. Studien gehen davon aus, dass bisher weltweit neun Millionen Todesfälle auf Feinstaub zurückzuführen sind. Bereits ein Spaziergang von einer Stunde entlang der Londoner Oxford Street lässt die Entzündungswerte in der Lunge steigen. Zudem kann man mittlerweile auch feststellen, dass schlechte Luft dumm macht. Gute Luft wird also bald auch ein entscheidender Wirtschafts- und Standortfaktor werden.

Innovation durch Überlagerung von Kompetenzen

Als Prof. Rolf Ziesche, Pulmologe an der Medizinischen Universität Wien, Gründer von Transgenion und eine Koryphäe auf dem Gebiet der COPD (chronic obstructive pulmonary disease / Chronisch obstruktive Lungenerkrankung), mit den ATMOS-Initiatoren in Kontakt trat, wurde klar, dass deren Konzept einer deutlich größeren Zielgruppe helfen könnte. Die Auswirkungen von COPD gleichen jenen der Mukoviszidose,
daher ist es sinnvoll Therapie und Bekämpfung beider zu bündeln. Mukoviszidose wird in Österreich jedes Jahr bei 20 bis 25 Babys diagnostiziert, weltweit spricht die Forschung von etwa 100.000 Betroffenen. COPD ist ein weltum­spannendes Problem und betrifft rund 600 Millionen Menschen. Hauptursache ist schlechte Luft.

Die Firma Catalysts gehört zu den hidden High-Tech Champions in Oberösterreich. Sie entwickeln für Elon Musks Hyperloop eine Cluster-Technologie, die Millionen von Datenpaketen pro Sekunde verarbeiten kann, ohne dabei mehr Energie zu verbrauchen als ein Haarföhn. Mit ihren High Performance Computern verarbeiten sie pro
Sekunde Trillionen von Daten für die Raumfahrtbehörden NASA und ESA, an ihren Programmierwettbewerben nehmen bis zu 3.000 Menschen teil.

Gründer und CEO ist Christoph Steindl, der mittlerweile einen Standort in der Tabakfabrik Linz eingerichtet hat. Catalysts sind in der Lage mit dem Algorithmus GRASP (Generalized Retrieval of Aerosol and Surface Properties) Satellitendaten von NASA und ESA auszuwerten, um damit alle Partikel in der Luft (sogenannte Aerosole) zu analysieren. Bisher wurde die Technologie nur genutzt, um schlechte Aerosole aufzuspüren (wie Feinstaub, Sand, etc.), nun findet GRASP auch Standorte mit einer hohen Dichte an gesundheitsfördernden Aerosolen (z. B. Salzwasserpartikel).

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