Atemwegsinfektionen bei Kindern mit Pflanzen bekämpfen

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Verschiedene bewährte, pflanzliche Heilmittel eignen sich zur Prävention sowie zur Behandlung von Atemwegsinfektionen – insbesondere im Kindesalter.

In der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für akute Atemwegsinfektionen, insbesondere im Kindesalter. Oftmals eignen sich pflanzliche Heilmittel sowohl zur Prävention als auch zur Therapie. Denn zahlreiche Heilpflanzen können die Infektanfälligkeit und Krankheitsschwere reduzieren und so auch den Bedarf an Antibiotika senken helfen.

 

Pflanzliche Heilmittel bei Atemwegsinfektionen bewährt

Schließlich haben sich eine Reihe von Pflanzen über Jahrhunderte zur effektiven Behandlung von Atemwegsinfektionen bewährt. Zu diesen Heilpflanzen aus der alten europäischen Tradition gehören beispielsweise der Efeu, der entzündungshemmende und krampflösende Effekte besitzt und die Schleimviskosität senkt. Weiters helfen auch Thymian mit seinen antiviralen und antibakteriellen sowie entzündungshemmenden und bronchospasmolytischen Wirkungen den Patienten mit Atemwegsinfektionen. Allerdings zeigen noch viele andere pflanzliche Heilmittel sehr gut Effekte dagegen.

 

Effektive Linderung der Beschwerden

Prinzipiell sind pflanzliche Heilmittel nicht wie klassische Pharmakologika monosubstanziell, sondern ihr Effekt beruht auf ihrem Mischwirkungscharakter. Diese wesentlichen Charakteristika der Phythotherapeutika verursachen ein Zusammenwirken von verschiedenen Inhaltsstoffe einer Pflanze. Schließlich können diese Effekte durch die Kombination mehrerer Pflanzen auch weiter gesteigert werden, was manchmal eine sehr rasche Verbesserung der Beschwerden bringt. Eine nachgewiesene Besserung der Symptome bei Atemwegsinfektionen wird beispielsweise durch Mischungen aus Enzian, Primel, Sauerampfer, Hollunder und Eisenhut erzielt.

Insbesondere bei trockenem Husten helfen beispielsweise Thymian, Eibischwurzel, Spitzwegerich, Malvenblätter und Malvenblüten sowie diverse Kombinationen. Dabei werden oftmals synergistischen Wirkungen der Inhaltsstoffe genutzt. Diese reichen von schleimverflüssigend (sekretolytisch) über schleimlösend (mukolytisch) und auswurffördernd (mukosekretorisch) bis hin zu zusammenziehend (adstringierend), die Schleimhaut auskleidend und damit Hustenrezeptoren blockierend.

 

Vorbeugende Wirkung

Pflanzliche Heilmittel eigenen sich vor allem für die Behandlung von bereits entstandenen Krankheiten. Einigen pflanzlichen Arzneimitteln wird jedoch auch eine präventive immunstimulierende Wirkung zugesprochen. Das gilt beispielsweise für Spitzwegerich und Purpur-Sonnenhut (Echinacea). Einige andere pflanzlichen Heilmittel haben deswegen vorbeugende Wirkung, weil sie bei früher Anwendung das Flimmerepithel der Atemwege stimulieren und damit den Abtransport von Sekreten fördern und so Infektionen vorbeugen.

Quelle:

Statement » Prävention, Infektabwehr und Symptombehandlung mit der Kraft der Pflanzen «. Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Vorstand der Abt. für Kinder- und Jugendheilkunde im Universitätsklinikum St. Pölten beim Pressegespräch »Gegen Antibiotikaresistenzen: Infektabwehr aus der Natur«, November 2018

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MEDMIX Online-Redaktion

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