Appetitlosigkeit bei älteren Menschen

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Appetit ist wichtiger Indikator für Gesundheit und Sterblichkeit, Appetitlosigkeit bei älteren Menschen ist vor allem problematisch im Sinne einer Mangelernährung.

In einer unlängst veröffentlichen Studie berichten australische Wissenschafter unter der Leitung von Mark Wahlqvist, Emeritus-Professor an der Monash University in Melbourne, Australien, über interessante Zusammenhänge zwischen Appetitlosigkeit bei älteren Menschen sowie Gesundheit und Sterblichkeit. So kann die Frage nach einer möglichen Appetitlosigkeit bei älteren Menschen Aufschluss über deren allgemeinen Gesundheitszustand geben.

 

Appetitlosigkeit bei älteren Menschen ist ein wichtiger Indikator für Gesundheit aber auch die Sterblichkeit

„Appetit gilt als wichtiger Indikator für Gesundheit und Wohlbefinden,“ erklärt Prof. Wahlqvist. Die Lust zu essen nimmt bei vielen jedoch mit zunehmendem Alter ab. Appetitlosigkeit bei älteren Menschen ist deswegen häufig zu beobachten, was langfristig automatisch auch zu einer deutlich verringerten Nahrungs- und auch Nährstoffaufnahme führt.

Hinter Appetitlosigkeit bei älteren Menschen stecken oftmals Probleme beim Kauen, Unwohlsein oder Nebenwirkungen diverser Medikamente. Aber auch psychologische Faktoren – beispielsweise Einsamkeit oder Depression – sowie familiäre oder umgebungsbedingte Umstände können dafür sorgen, dass Betroffenen im Alter der Appetit vergeht. „Die durch diese Faktoren hervorgerufene verringerte Nahrungsaufnahme schädigt die Gesundheit,“ betont Professor Wahlqvist. „Unsere Daten weisen darauf hin, dass Appetitlosigkeit bei älteren Menschen mit einem deutlich höheren Sterblichkeitsrisiko vergesellschaftet ist.“

Die Frage nach einer Appetitlosigkeit bei älteren Menschen ist in der Behandlung bzw. Betreuung von großer Bedeutung. 

Die Studie der Monash University basiert auf den Daten von über 1.800 alleinlebenden Taiwanern der Altersgruppe 65+ und zeigt, dass Appetitlosigkeit bei älteren Menschen häufig auch mit einer wesentlich unausgewogeneren Ernährung einhergeht. In der Folge fehlt es dem Körper an Proteinen, Vitaminen und anderen wichtigen Nährstoffen. So gilt Appetit laut der vorliegenden Studie als wichtiger Sterblichkeitsindikator, einer den man jedoch durch entsprechende Intervention erheblich beeinflussen kann.

 

Appetitlosigkeit bei älteren Menschen ist gesundheitsschädlich, da es zu Mangelernährung kommen kann

“Mangelnder Appetit dient als wertvoller Hinweis für ernährungsbedingte Erkrankungen und frühzeitige Sterblichkeit,“ betont Wahlqvist. „Schädlich ist dabei nicht die Appetitlosigkeit bei älteren Menschen, sondern die dadurch zustande kommende Mangelernährung“. Die Frage nach dem Appetit sollte in der Behandlung bzw. Betreuung älterer Personen eine wichtige Rolle spielen, denn sie kann aufschlussreiche Informationen liefern.

Quelle und weitere Informationen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25131903

http://dietitiancentre.com.au/connection-between-appetite-and-mortality/

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Lena Abensberg

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